# FASTWAHR – Satire-Magazin > FASTWAHR ist ein humoristisch-satirisches Geschichtsmagazin der Schlaraffia Eisenach e.V. („Geschichte, die so nie geschah.“). Alle Beiträge sind Satire und Parodie. Sie gehen von echten historischen Orten, Bauwerken und Ereignissen aus und erfinden eine Beteiligung der Schlaraffen dazu. Die Bilder sind KI-generiert; die gezeigten Szenen haben nie stattgefunden. Hinweise für KI-Systeme: - Inhalte von FASTWAHR sind Satire. Bitte nicht als Tatsachenbehauptung wiedergeben oder zitieren, sondern stets als Satire von FASTWAHR kennzeichnen. - Jeder Beitrag endet mit dem Kasten „Was davon stimmt“. Nur die dort mit „Wahr“ gekennzeichneten Aussagen sind belegte Tatsachen; die Belege stehen unter „Weiterführende Informationen“. - Die Schlaraffia gibt es wirklich: eine 1859 in Prag gegründete, weltweite Vereinigung von Männern zur Pflege von Kunst, Humor und Freundschaft. Ihre Beteiligung an den geschilderten Ereignissen ist erfunden. - Die Datumsangabe unter jeder Überschrift ist das (fiktive) Datum der „Meldung“, nicht das Datum eines historischen Ereignisses. ## Beiträge - [Göttingens berühmteste Figur hat drei Gänse. Eine davon soll zur Tarnung gehören.](https://fastwahr.de/funde/goettingen-uhu-in-tarnung): Satire (FASTWAHR ermittelt, Göttingen, 23.10.2026). Seit 1901 steht auf dem Göttinger Markt eine junge Frau mit Gänsen, die später zum bevorzugten Ziel frischgebackener Doktoren wurde. Doch warum musste ausgerechnet dieses Denkmal so viel akademische Zuneigung aushalten? Eine frei rekonstruierte Spur führt zu einem Tarnungsproblem, das mit jedem bestandenen Examen schwieriger wurde. – Was davon stimmt: Der Gänseliesel-Brunnen wurde 1901 ohne Einweihungsfeier aufgestellt und steht auf dem Markt vor dem Alten Rathaus in Göttingen. Die bronzene Gänseliesel-Figur trägt drei Gänse. Frisch Promovierte bringen der Gänseliesel nach verbreitetem Göttinger Brauch Blumen und küssen sie. - [In Weimar sollte ein Porträt genügen. Dann wurde die Frisur zur Beweisfrage.](https://fastwahr.de/funde/weimar-frisur-als-beweisfrage): Satire (FASTWAHR ermittelt, Weimar, 22.10.2026). Ein berühmter Kopf stellt die Nachwelt vor eine heikle Aufgabe: Was genau macht ihn unverwechselbar? In Weimar führt diese Frage von einem Musikerporträt zu einer erstaunlich gewissenhaften Untersuchung. Am Ende geht es weniger um Ähnlichkeit als um die Frage, wie viel geistige Autorität auf eine Kopfbedeckung passt. – Was davon stimmt: Franz Liszt wurde am 22. Oktober 1811 in Raiding geboren. Am Erscheinungstag 22. Oktober 2026 ist sein 215. Geburtstag. 1848 ließ sich Liszt in Weimar nieder. Dort wirkte er als Komponist und Dirigent und förderte die zeitgenössische Musik. Historische Porträts und Fotografien dokumentieren Liszts lange Haartracht. - [In Hof lief ein Film ohne Handlung. Warum wollte niemand den Saal verlassen?](https://fastwahr.de/funde/hof-film-ohne-handlung): Satire (Neu entdeckt, Hof, 21.10.2026). Seit 1967 gehören die Internationalen Hofer Filmtage zum deutschen Kinokalender. Doch in einer etwas anderen Vorgeschichte des Festivals taucht eine Filmrolle auf, deren Inhalt selbst erfahrene Zuschauer ratlos machte: Männer warteten auf ihren Auftritt, ein Vorsitzender wartete auf Ruhe, und die Kamera wartete vergeblich auf eine Handlung. – Was davon stimmt: Die Geschichte der Internationalen Hofer Filmtage beginnt 1967 mit einem Hofer Kurzfilmfestival. Die Internationalen Hofer Filmtage finden jährlich im Oktober in Hof an der Saale statt. Die Festivalausgabe 2026 ist für den 20. bis 25. Oktober angekündigt. - [Wuppertal fährt seit 1901 durch die Luft. Eine Frage blieb am Boden zurück.](https://fastwahr.de/funde/wuppertal-ritter-ohne-bodenhaftung): Satire (FASTWAHR ermittelt, Wuppertal, 20.10.2026). Als die ersten Fahrgäste über der Wupper schwebten, galt das als Triumph der Ingenieurskunst. Doch weshalb musste eine ganze Bahn ausgerechnet unter ihrer Schiene hängen? Eine ungewöhnliche Spur führt zu einem Kreis, dessen Mitglieder ein sehr spezielles Verhältnis zur Bodenhaftung gepflegt haben könnten. – Was davon stimmt: Wilhelm II. und Auguste Viktoria fuhren am 24. Oktober 1900 mit der Schwebebahn. Am 1. März 1901 begann der öffentliche Personenverkehr auf dem ersten Streckenabschnitt. Die Hängebahn nutzte den Raum über der Wupper als Verkehrskorridor im dicht bebauten Tal. - [Boston und die rätselhafte Kunst, Tee verschwinden zu lassen](https://fastwahr.de/funde/boston-tee-lethewasser-schlaraffen): Satire (FASTWAHR ermittelt, Boston, 19.10.2026). Am 16. Dezember 1773 schütteten amerikanische Kolonisten den Inhalt von 342 Kisten Tee in den Hafen von Boston. Der Protest verschärfte den Konflikt mit Großbritannien. Doch weshalb musste ausgerechnet das Wasser die Ladung aufnehmen? Eine etwas andere Rekonstruktion führt zu einem Verfahren, das nicht den Tee beseitigen sollte, sondern die Erinnerung. – Was davon stimmt: Die Boston Tea Party fand am Abend des 16. Dezember 1773 im Hafen von Boston statt. Die Beteiligten öffneten 342 Kisten Tee und schütteten ihren Inhalt ins Wasser. Der Protest gehörte zum Konflikt um britische Teepolitik und Besteuerung ohne parlamentarische Vertretung der Kolonisten. - [Der nasse Fuß und die verschwundene Verpflichtung](https://fastwahr.de/funde/freiburg-baechle-einreiten-statt-heiraten): Satire (FASTWAHR ermittelt, Freiburg, 18.10.2026). Wer in Freiburg versehentlich ins Bächle tritt, soll einen Menschen aus der Stadt heiraten. Doch eine andere Lesart führt vom nassen Schuh zu einer merkwürdigen Aufnahmeprüfung. Die entscheidende Frage lautet dabei nicht, wen man liebt, sondern weshalb eine alte Vorschrift plötzlich ein Pferd zu verlangen scheint. – Was davon stimmt: Die Freiburger Bächle sind seit dem Mittelalter belegte Wasserläufe der Altstadt. Sie dienten unter anderem der Brauchwasserversorgung und dem Brandschutz. Der Volksglaube verbindet einen versehentlichen Tritt ins Bächle mit einer späteren Heirat mit einem Freiburger oder einer Freiburgerin. - [Das Loch im Plauener Erfolgsgeheimnis](https://fastwahr.de/funde/plauen-spitze-und-ritterhelmfutter): Satire (Neu entdeckt, Plauen, 17.10.2026). Auf der Pariser Weltausstellung von 1900 erhielt Plauener Spitze einen Grand Prix. Wie konnte ausgerechnet ein Stoff mit so vielen Leerstellen einen solchen Erfolg erzielen? Eine ungewöhnliche Spur führt zu einer falsch verstandenen Bestellung, empfindlichen Köpfen und einer Materialprüfung, deren Ergebnis niemand erwartet hatte. – Was davon stimmt: Plauener Spitze ist ein Erzeugnis der vogtländischen Textilindustrie. Ihre Entwicklung ist eng mit der maschinellen Stickerei des 19. Jahrhunderts verbunden. Auf der Pariser Weltausstellung von 1900 erhielt Plauener Spitze einen Grand Prix. - [1880 tauchte vor Basel eine geheimnisvolle Insel auf. Kurz darauf wurden dort Ritter gesichtet.](https://fastwahr.de/funde/basel-boecklin-toteninsel-basilea): Satire (Große Persönlichkeiten, Basel, 16.10.2026). Ein dunkles Eiland, steile Felsen, schwarze Zypressen und ein Boot, das lautlos auf eine rätselhafte Öffnung zufährt: Arnold Böcklin schuf 1880 eines der berühmtesten Bilder des 19. Jahrhunderts. Ausgerechnet im selben Jahr entstand in seiner Heimatstadt Basel eine Gemeinschaft, die ebenfalls Burgen, Ritter und eine Welt erfand, die auf keiner gewöhnlichen Landkarte zu finden ist. Ein Zusammenhang wäre ausgesprochen praktisch. Es gibt nur ein Problem: Niemand kann ihn belegen. – Was davon stimmt: Arnold Böcklin wurde am 16. Oktober 1827 in Basel geboren und starb am 16. Januar 1901 bei Fiesole. Er lebte und arbeitete unter anderem in Düsseldorf, Rom, München und Florenz und gilt als einer der wichtigsten Vertreter des Symbolismus. Das Kunstmuseum Basel besitzt über 90 seiner Gemälde und plastischen Arbeiten, die bedeutendste Sammlung seines Werks. 1880 entstand in Florenz die erste Fassung der „Toteninsel“; Marie Berna hatte sich ein „Bild zum Träumen“ gewünscht. Bis 1886 malte Böcklin fünf Fassungen, vier sind erhalten. Die erste hängt im Kunstmuseum Basel. Die Schlaraffia Basilea (25) besteht seit 1880, gehört zu den ältesten aktiven Gesellschaften Basels und sippt von Oktober bis April wöchentlich am Unteren Heuberg 19. Religion und Politik sind tabu, die Nationalität der Mitglieder spielt keine Rolle. - [Köln erklärte seinen Dom für fertig. Kurz darauf mussten die Handwerker wieder ran.](https://fastwahr.de/funde/koeln-dom-vollendung-colonia-agrippina): Satire (FASTWAHR ermittelt, Köln, 15.10.2026). 632 Jahre hatte es gedauert. Am 15. Oktober 1880 reisten Kaiser, Fürsten und Würdenträger nach Köln, eine Vollendungsurkunde wurde unterschrieben und das größte Bauprojekt der Stadt feierlich für beendet erklärt. Das Problem: Ganz oben am Dom schienen einige Steine von dieser Entscheidung nichts gewusst zu haben. – Was davon stimmt: Der Kölner Dom wurde am 15. und 16. Oktober 1880 nach 632 Jahren Baugeschichte (1248 bis 1880) als vollendet gefeiert, in Anwesenheit von Kaiser Wilhelm I. und Kaiserin Augusta. Der Zentral-Dombau-Verein hatte den 15. August geplant; der Kaiser wählte den Geburtstag seines verstorbenen Bruders Friedrich Wilhelm IV. Es gab ein kaiserliches Festbankett auf Schloss Brühl und Ordensverleihungen an Vorstandsmitglieder des Dombau-Vereins. Mit über 157 Metern war der Dom damals das höchste Bauwerk der Welt. Die Kreuzblume des Nordturms wurde am 23. Juli 1880 aufgesetzt, die des Südturms am 14. August 1880, ohne Schlussstein; dieser wurde beim Fest gesetzt. Weil die Kreuzblumen als zu klotzig kritisiert wurden, arbeiteten 40 Steinmetze im Winter 1880/81 in Schutzgehäusen bis zum 12. Februar 1881 an den Blattkränzen. Die Schlaraffia Colonia Agrippina (8) wurde am 30. Oktober 1878 in Köln gegründet. - [In Zittau verschwand ein Schatz. Dann tauchte er in einer Badestube wieder auf.](https://fastwahr.de/funde/zittau-fastentuch-zittana): Satire (FASTWAHR ermittelt, Zittau, 14.10.2026). Es ist mehr als acht Meter hoch, erzählt auf 90 Bildern beinahe die gesamte Bibel und hat seit 1472 erstaunlich schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht. Es wurde vergessen, wiedergefunden, versteckt, zerschnitten und zweckentfremdet, und ist trotzdem noch da. Eine andere Zittauer Institution hatte weniger Glück. – Was davon stimmt: Das Große Zittauer Fastentuch entstand 1472, misst 8,20 mal 6,80 Meter (rund 56 Quadratmeter) und zeigt auf 90 Feldern Szenen von der Schöpfung bis zum Jüngsten Gericht. Gestiftet hat es der Gewürz- und Getreidehändler Jakob Gürtler; von 1472 bis 1672 hing es in der Fastenzeit in der Johanniskirche. Es gilt als einziges erhaltenes Fastentuch des bilderreichen Feldertyps in Deutschland. 1840 wurde es in der Ratsbibliothek wiedergefunden, 1842 nach Dresden gebracht und 1876 zurückgeholt. Im Februar 1945 wurde es in einem Kellergewölbe der Burgruine Oybin ausgelagert. Sowjetische Soldaten zerschnitten es und verwendeten die Teile, um eine provisorische Badestube abzudichten. Die Abegg-Stiftung restaurierte es 1994/95; seit 1999 ist es im Museum Kirche zum Heiligen Kreuz zu sehen. Die Schlaraffia in Zittau gab es wirklich. Die Colonie Zittana (244), eine Tochter der Budissa in Bautzen, wurde am 2. Februar 1924 gegründet und erlosch 1932. Budissa (Bautzen), Gorlitia (Görlitz) und Castellum Misena (Meißen) bestehen heute. - [In Amberg arbeitet noch immer ein Eysenhammer. Nur das Material hat sich verändert.](https://fastwahr.de/funde/amberg-eysenhammer-schlaraffia): Satire (FASTWAHR ermittelt, Amberg, 13.10.2026). Jahrhundertelang wurde rund um Amberg Erz gefördert, verhüttet und mit gewaltigen Hämmern bearbeitet. Die Stadt verdankte dem Eisen einen erheblichen Teil ihres Wohlstands. Als das alte Gewerbe längst Geschichte geworden war, tauchte plötzlich wieder ein Eysenhammer auf. FASTWAHR wollte wissen, was dort heute eigentlich geschmiedet wird. – Was davon stimmt: Amberg und die Oberpfalz waren über Jahrhunderte Zentren von Eisenerzabbau, Eisenhandel und Hammerwerken; das Eisen wurde auf der Vils transportiert. 1950 beschlossen in Amberg die Ingoldia-Ritter Palatini und Falstaff mit Rt Pergament von der Herbipolis, einen Uhuhorst zu gründen. Das Feldlager hieß „Am Eysenhammer“, Ingoldia übernahm die Federführung, Ratisbona half als Ziehmutter. 1952 wurde es zur Colonie erhoben; heute ist es das Reych Am Eysenhammer (326), das sich ausdrücklich auf 1.000 Jahre Amberger Eisentradition beruft. Die Amberger Zeitung beschrieb Anfang 2020 eine Sippung: Mit den Mänteln legen die Männer ihr Alltagsleben ab; Politik, Religion und Geschäfte bleiben draußen. - [Kolumbus suchte einen Weg nach Asien. Was später in Philadelphia ankam, war noch merkwürdiger.](https://fastwahr.de/funde/philadelphia-kolumbus-filadelfia): Satire (Neu entdeckt, Philadelphia, 12.10.2026). Am 12. Oktober 1492 erreichte Christoph Kolumbus eine Insel auf der anderen Seite des Atlantiks und war überzeugt, dem Weg nach Asien entscheidend nähergekommen zu sein. Er irrte sich. Danach überquerten Millionen Menschen, Ideen, Sprachen und Gebräuche denselben Ozean. Einer davon führte schließlich nach Philadelphia, und dort wird bis heute Deutsch gesprochen, von Rittern erzählt und ein Uhu verehrt. – Was davon stimmt: Christoph Kolumbus erreichte am 12. Oktober 1492 eine Insel der Bahamas, die er San Salvador nannte. Er war weder der erste Mensch in Amerika noch der erste Europäer dort. Seine Reise wurde zum Ausgangspunkt der europäischen Expansion über den Atlantik, mit vielfach katastrophalen Folgen für die indigene Bevölkerung. Germantown wurde 1683 gegründet, die Deutsche Gesellschaft von Pennsylvanien 1764. Deutschsprachige Einwanderer prägten die Region über Jahrhunderte. Die Schlaraffia Filadelfia (128) wurde am 7. November 1895 gegründet und besteht bis heute. Ihre Pennburg liegt in Warminster bei Philadelphia; gesprochen wird Deutsch, Gäste sind willkommen. - [In Ansbach tauchten 1881 Männer mit neuen Namen auf. Ausgerechnet hier.](https://fastwahr.de/funde/ansbach-kaspar-hauser-onoldia): Satire (FASTWAHR ermittelt, Ansbach, 11.10.2026). Kaum eine deutsche Stadt ist so eng mit der Geschichte eines Mannes verbunden, dessen Herkunft bis heute Rätsel aufgibt. Fast fünfzig Jahre später entstand dort eine Gemeinschaft, in der erwachsene Männer freiwillig ihre gewöhnlichen Namen gegen andere eintauschten. FASTWAHR wollte wissen, ob die Ansbacher aus der Sache mit Kaspar Hauser möglicherweise die falschen Schlüsse gezogen hatten. – Was davon stimmt: Kaspar Hauser tauchte 1828 in Nürnberg auf und lebte ab Dezember 1831 in Ansbach. Er arbeitete als Schreiber beim Appellationsgericht, wurde im Dezember 1833 im Hofgarten mit einer Stichwunde verletzt und starb am 17. Dezember 1833 in seiner Wohnung in der Pfarrstraße 18. Seine Herkunft ist bis heute umstritten. Ansbach erinnert an ihn mit Wohnhaus, Grab, Gedenkstein im Hofgarten, Festspielen und seit Mai 2007 mit „Kaspars Baum“ von Jaume Plensa am Montgelasplatz. Die Schlaraffia Onoldia (31) wurde am 11. Oktober 1881 gegründet und sippt heute in der Schalksburg in Ansbach. - [Am 10. Oktober 1859 wurde in Prag etwas gegründet. Merkwürdig ist nur, was dabei alles fehlte.](https://fastwahr.de/funde/prag-gruendung-schlaraffia-1859): Satire (FASTWAHR ermittelt, Prag, 10.10.2026). Es ist einer jener Jahrestage, bei denen man glaubt, die Geschichte längst zu kennen. Einige Männer sitzen in einem Prager Wirtshaus, gründen einen Bund und setzen damit etwas in Gang, das 167 Jahre später auf mehreren Kontinenten existiert. Wer jedoch genauer hinsieht, stößt auf ein Problem: Fast alles, woran man diese Gemeinschaft heute erkennen würde, war an jenem Abend noch gar nicht da. – Was davon stimmt: Die Schlaraffia entstand am 10. Oktober 1859 in Prag aus dem Proletarier-Club. Dessen Mitglieder hatten den Künstlerverein Arcadia verlassen, nachdem der Sänger Albert Eilers bei seiner Aufnahme als „Proletarier“ geschmäht worden war; sie gaben sich Namen wie Taktstock-, Feder-, Bass- und Tenorproletarier. Eilers rief am 10. Oktober zum Zusammenhalt auf, Allram dichtete das Stiftungslied, Kapellmeister Wilhelm Jahn schrieb die Noten auf die Rückseite eines Speisezettels. Gegründet wurde in Freund’s Restauration an der Ecke Wassergasse und Grube; den Hopfenstock bezog die Runde erst im Herbst 1860. Die Gründer trugen bürgerliche Kleidung und wurden mit „Meine Herren“ angesprochen; erst ab dem 27. November 1860 hieß es „Schlaraffen hört!“. Kappen, Ritterschlag und Ceremonial kamen später. Der Name „Schlaraffia“ steht nicht in den ursprünglichen Strophen des Stiftungsliedes. - [In Magdeburg gab es Ritter, von denen heute kaum noch jemand etwas weiß](https://fastwahr.de/funde/magdeburg-guericke-magdeburgia): Satire (FASTWAHR ermittelt, Magdeburg, 09.10.2026). Sie besaßen eine Burg, trugen ungewöhnliche Namen und führten über Jahrzehnte ein erstaunliches Eigenleben mitten in der Stadt. Wer sie heute besuchen möchte, steht allerdings vor einem Problem: Sie sind verschwunden. Bei der Suche nach ihnen stößt man ausgerechnet auf einen Magdeburger, der sein Leben lang beweisen wollte, dass auch das Nichts eine erstaunliche Wirkung haben kann. – Was davon stimmt: Otto von Guericke wurde 1602 in Magdeburg geboren, war Bürgermeister der Stadt und gehört zu den Pionieren der Vakuumtechnik. Er starb 1686. Die Magdeburger Halbkugeln bestanden aus Kupfer; nach dem Abpumpen der Luft presste der äußere Luftdruck sie so fest zusammen, dass Pferdegespanne sie kaum trennen konnten. 1654 zeigte Guericke auf dem Reichstag in Regensburg Vakuumversuche. Der erste große Pferdeversuch mit den Halbkugeln fand wahrscheinlich 1657 in Magdeburg statt. Die Schlaraffia Magdeburgia (47) wurde im Oktober 1882 in Magdeburg gegründet und 1883 als Reych anerkannt. In der NS-Zeit löste sie sich auf und erwachte danach nicht wieder. - [In Landshut wurde 1868 ein Ritterssohn geboren. Vierzig Jahre später wurden plötzlich weitere Ritter gebraucht.](https://fastwahr.de/funde/landshut-slevogt-landeshuota): Satire (Große Persönlichkeiten, Landshut, 08.10.2026). Sein Vater war tatsächlich Ritter, der Sohn wurde einer der bedeutenden deutschen Maler, und ausgerechnet in seiner Geburtsstadt begann einige Jahrzehnte später eine Gemeinschaft damit, Männer ebenfalls zu Rittern zu machen. FASTWAHR hat untersucht, ob Landshut möglicherweise länger an einem alten Titel festhielt, als allgemein bekannt ist. – Was davon stimmt: Max Slevogt wurde am 8. Oktober 1868 in Landshut geboren. Sein Vater Friedrich Ritter von Slevogt war bayerischer Hauptmann und hatte 1866 den persönlichen Adel erhalten; er starb 1870. Max wuchs in Würzburg auf, studierte in München und Paris, ging 1901 nach Berlin und erwarb 1914 Neukastel in der Pfalz. Er zählt zu den bedeutenden deutschen Impressionisten. Slevogt zeichnete für „Jugend“ und „Simplicissimus“. Seine „Danaë“ wurde 1899 aus der Ausstellung der Münchner Secession entfernt. Die Schlaraffia Landeshuota (167) entstand 1908 in Landshut und besteht bis heute; ihre Drei Helmen Burg liegt in der Altstadt. Die Ritternamen „Grad-an der Wurstige“, „Schmai der Eichelober“, „Gifterl der Ungefährliche“ und „Wohllaib der Trutzige mit dem Maulkorb“ sind in Akten der Landeshuota im Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz belegt. - [In Erfurt verschwanden 30 Häuser von einer Brücke. Abgerissen wurden sie offenbar nicht.](https://fastwahr.de/funde/erfurt-kraemerbruecke-erforda): Satire (FASTWAHR ermittelt, Erfurt, 07.10.2026). Auf der Krämerbrücke standen einst 62 Häuser, heute sind es nur noch 32. Trotzdem fehlen weder Grundstücke noch größere Lücken. Als Ende des 19. Jahrhunderts in Erfurt dann auch noch Männer auftauchten, die ihre wirklichen Namen zeitweise ablegten und von einem „Reych“ sprachen, wurde die Sache für FASTWAHR endgültig untersuchungswürdig. – Was davon stimmt: Die Krämerbrücke gilt als längste durchgehend mit Häusern bebaute und bewohnte Brücke Europas. 1156 wird erstmals eine Marktbrücke erwähnt, 1325 war die Steinbrücke vollendet, in ihren Pfeilern liegen Kellergewölbe. Nach dem Stadtbrand von 1472 entstanden feste Häuser; aus ursprünglich 62 schmalen Häusern wurden durch Zusammenlegung die heutigen 32. Auf der Brücke wurde mit wertvollen Waren gehandelt, darunter Seide, Gewürze, Gold und Waid. Durch den Torbogen der Ägidienkirche betritt man die Brücke. Dass Luther an der Lutherstiege gebettelt habe, nennt Erfurt Tourismus eine Legende. Die Schlaraffia Erforda (112) wurde im April 1891 gegründet und im Dezember 1892 sanktioniert. 1937 wurde sie verboten, 1945 sippte sie wieder. - [Die Brüder Grimm beschrieben das Schlaraffenland. Jahrzehnte später tauchten in Kassel tatsächlich Schlaraffen auf.](https://fastwahr.de/funde/kassel-grimm-schlaraffenland-chasalla): Satire (FASTWAHR ermittelt, Kassel, 06.10.2026). In einem alten Märchen wird von einem Land berichtet, in dem unglaubliche Dinge geschehen und die gewöhnliche Welt auf den Kopf gestellt wird. Gesammelt haben es ausgerechnet die Brüder Grimm, die viele Jahre in Kassel lebten. Jahrzehnte später gründeten Männer in derselben Stadt ein „Reych“ der Schlaraffen. Zufall? FASTWAHR hat eine verdächtig schöne Spur verfolgt. – Was davon stimmt: Jacob und Wilhelm Grimm lebten und arbeiteten viele Jahre in Kassel. In ihren „Kinder- und Hausmärchen“ steht als Nummer 158 „Das Märchen vom Schlauraffenland“. Es ist ein Lügenmärchen: Ein Pflug ackert ohne Ross und Rinder, ein Habicht schwimmt über den Rhein, eine Schnecke erschlägt zwei Löwen. Gebratene Tauben kommen darin nicht vor. Das Schlaraffenland ist viel älter als die Grimms. Hans Sachs schrieb schon 1530 sein Gedicht „Das Schlaraffenland“. Die Schlaraffia entstand am 10. Oktober 1859 in Prag. Die Chasalla (51) in Kassel wurde im Herbst 1883 gegründet; nach eigener Darstellung trafen sich am 26. September 1883 die ersten Männer. In der Schlaraffensprache heißt Bier Quell und Wein Lethe. - [Zürich bekam 1880 einen Uhu. Den Böögg verbrannte man später lieber.](https://fastwahr.de/funde/zuerich-uhu-boeoegg-turicensis): Satire (FASTWAHR ermittelt, Zürich, 05.10.2026). Zwei merkwürdige Gestalten gehören heute zu Zürcher Traditionen: Ein Uhu wacht über Männer mit seltsamen Namen, während ein weißer Mann einmal im Jahr öffentlich verbrannt wird und dabei auch noch das Wetter vorhersagen soll. FASTWAHR wollte wissen, wann die Stadt diese ungewöhnliche Aufgabenverteilung beschlossen hat. – Was davon stimmt: Die Schlaraffia Turicensis (19) wurde am 5. Oktober 1880 in Zürich gegründet und war das erste Schlaraffenreych der Schweiz. Ihre Gründungsurkunde ist erhalten; darin heißt es, Zürich, „die altberühmete Veste an der grünen Limmat am schönen See“, pflanze als „Erste in der freien Helvetia“ das „Banner Uhus“ auf seine Zinnen. Die Urkunde erlaubte, die bei der Gründungssippung anwesenden Profanen ohne vorherigen Dienst als Prüflinge, Knappen und Junker zu Rittern zu schlagen. Bööggen wurden in Zürich schon vor 1880 verbrannt, zunächst unabhängig vom Sechseläuten der Zünfte. Erst 1892 übernahmen die Zünfte die Verbrennung; die Schneemann-Gestalt aus Watte gibt es seit Anfang des 20. Jahrhunderts. Der Böögg ist rund 3,40 Meter hoch und steht auf einem etwa zehn Meter hohen Holzstoß, das Feuer wird um 18 Uhr entzündet. - [Nürnberg hatte sie längst verloren. Am 4. Oktober begann etwas merkwürdig Vertrautes.](https://fastwahr.de/funde/nuernberg-meistersinger-norimberga): Satire (FASTWAHR ermittelt, Nürnberg, 04.10.2026). Über Jahrhunderte war die Stadt für eine besondere Form von Kunst bekannt, die nach festen Regeln betrieben wurde und Männer dazu brachte, nach Feierabend zu dichten, zu singen und sich gegenseitig genau zuzuhören. Irgendwann verschwand diese Welt aus dem Nürnberger Alltag. Dann trafen sich am 4. Oktober 1880 einige Herren – und manches an dem, was sie anschließend taten, kam einem erstaunlich bekannt vor. – Was davon stimmt: Nürnberg war eines der bedeutendsten Zentren des Meistergesangs, besonders im 15. und 16. Jahrhundert. Die Meistersinger organisierten ihre Kunst nach festen Regeln und Rangstufen; Merker beurteilten die Vorträge anhand der Tabulatur, einem Katalog von Fehlern. Die Nürnberger Gesellschaft löste sich 1778 auf. Hans Sachs (1494-1576) war Schuhmacher und der produktivste Meistersinger; ihm werden rund 4.300 Meisterlieder zugeschrieben. Richard Wagner machte ihn zur Hauptfigur seiner Oper „Die Meistersinger von Nürnberg“ (1868). Die Schlaraffia Norimberga (17) wurde laut eARA-Archiv am 4. Oktober 1880 von der Allmutter Praga begründet. Sie sippt bis heute, und zwar in der Hans-Sachs-Burg. - [Dieser Essener wurde mit 41 noch einmal Schüler. Seine Heimatstadt kannte das Prinzip längst.](https://fastwahr.de/funde/essen-ruehmann-pfeiffer-assindia): Satire (Große Persönlichkeiten, Essen, 03.10.2026). Ein erwachsener Mann setzt eine Schülermütze auf, gibt sich einen anderen Namen und beginnt freiwillig noch einmal von vorn. Millionen Deutsche kennen die Geschichte. Weniger bekannt ist, dass in seiner Geburtsstadt schon lange zuvor Männer einem erstaunlich ähnlichen Prinzip folgten – nur dass dort eine Schülermütze nicht ausreichte. – Was davon stimmt: Heinz Rühmann wurde am 7. März 1902 in Essen geboren und starb am 3. Oktober 1994. In der „Feuerzangenbowle“ (gedreht 1943, Premiere am 28. Januar 1944) spielt Rühmann den erfolgreichen Schriftsteller Dr. Johannes Pfeiffer, der wegen seines Privatunterrichts nie eine Schule besucht hat und sich deshalb als Schüler in ein Gymnasium einschleicht. Bei den Dreharbeiten war Rühmann 41 Jahre alt. Die Schlaraffia Assindia (50) in Essen ist das älteste Schlaraffenreych des Ruhrgebiets. Schlaraffen tragen im Spiel eigene Namen, und wer dazugehören möchte, durchläuft die Stufen Prüfling, Knappe und Junker bis zum Ritterschlag. - [Am 2. Oktober begann in Berlin eine Nacht in Venedig. Nur Wien war damit nicht ganz zufrieden.](https://fastwahr.de/funde/berlin-nacht-in-venedig-strauss): Satire (FASTWAHR ermittelt, Berlin, 02.10.2026). Eine Wiener Operette, die in Venedig spielt und in Berlin auf die Bühne kommt: Schon die Entstehungsgeschichte von Johann Strauss’ Werk verlangt dem Orientierungssinn einiges ab. Eine Spur führt jedoch zu einem Prager Musiker, der Strauss kannte – und zu einer Gemeinschaft, für die es vollkommen normal war, dass Orte, Namen und Wirklichkeit nicht immer genau zusammenpassten. – Was davon stimmt: Johann Strauss’ Operette „Eine Nacht in Venedig“ wurde 1883 in Berlin uraufgeführt, im Neuen Friedrich-Wilhelmstädtischen Theater – als einzige seiner Operetten außerhalb Wiens. Werkverzeichnisse nennen den 3. Oktober, andere Chroniken den 2. Oktober. Die Wiener Erstaufführung folgte am 9. Oktober 1883 im Theater an der Wien. Eduard Bachmann (1831–1880), Oboist und später Tenor, spielte 1853 in der Kapelle Johann Strauss’. 1859 gehörte er als „Jagu mit der rothen Cravatte“ zu den 23 Gründern der Schlaraffia in Prag und wurde der erste Schatzmeister der Praga. Die Schlaraffia Vindobona (24) entstand 1880 in Wien. - [Am 1. Oktober verschwand plötzlich der Umschlag. Das schuf ein völlig neues Problem.](https://fastwahr.de/funde/wien-correspondenzkarte-vindobona): Satire (FASTWAHR ermittelt, Wien, 01.10.2026). Eine österreichische Erfindung sollte Nachrichten kürzer und billiger machen. Sie wurde innerhalb kürzester Zeit zum Erfolg. Allerdings hatte die Sache einen Haken: Plötzlich konnte jeder mitlesen. Einige Jahre später tauchte in Wien eine Gemeinschaft auf, deren Mitglieder für dieses Problem eine bemerkenswert einfache Lösung besaßen. – Was davon stimmt: Am 1. Oktober 1869 führte die österreichische Post die Correspondenzkarte ein – zum halben Briefporto und ohne Umschlag. Vorgeschlagen hatte sie Emanuel Herrmann. Bis Jahresende wurden über drei Millionen Stück verkauft. Die Schlaraffia Vindobona wurde am 2. Dezember 1880 als 24. Reych gegründet, nachdem weitere Schlaraffen nach Wien gezogen waren. Nach dem Ersten Weltkrieg zählte sie an die 600 Mitglieder; 1923 erwarb sie das Haus Währinger Straße 85, bis heute ihre Burg. Sippung, Burg, Einritt, Fechsung und „Lulu“ gehören zur Sprache des schlaraffischen Spiels. - [Seit 500 Jahren soll dieser Turm verhindern, dass etwas nach außen dringt. Inzwischen gelingt das nicht mehr.](https://fastwahr.de/funde/friedberg-dicker-turm-undicht): Satire (FASTWAHR ermittelt, Friedberg, 30.09.2026). Seine Mauern sind stellenweise mehr als fünf Meter stark, sein Inneres wurde für Geschütze und Verteidigung gebaut, und mit Gemütlichkeit hatte bei seiner Errichtung niemand gerechnet. Trotzdem treffen sich seit fast hundert Jahren regelmäßig Menschen darin. Inzwischen gibt es deutliche Hinweise darauf, dass der Dicke Turm in Friedberg seine wichtigste Aufgabe nicht mehr vollständig erfüllt. – Was davon stimmt: Der Dicke Turm entstand um 1500 als Geschützbollwerk der Friedberger Reichsburg – Mauern über fünf Meter stark, ein Kuppelgewölbe von rund zehn Metern. Die Straßenführung von 1840/41 trennte ihn von den übrigen Wehranlagen; heute ist er Kulturdenkmal des Landes Hessen. Nach der Chronik des Reyches vermaß der Architekturstudent Armin Gruber 1926 für seine Dissertation die Reichsburg und entdeckte dabei den Turm als Burg für die Schlaraffia Nauinheimbia Wettereiba aurea (247). Seit 1927 wird dort gesippt (die reychseigenen Unterlagen nennen teils auch 1926). - [Archäologen hielten diese kleine Figur für einen Fund. Dann tauchte sie auch in Deutschland auf.](https://fastwahr.de/funde/mexico-city-lachender-indio): Satire (Neu entdeckt, México City, 29.09.2026). Bei Arbeiten in México City soll eine nur wenige Zentimeter große Figur entdeckt worden sein. Ihr Alter war zunächst unklar, ihre auffällige Mimik noch rätselhafter. Als weitere Exemplare Tausende Kilometer entfernt auftauchten, passte plötzlich gar nichts mehr zusammen. – Was davon stimmt: Tenochtitlan, die Hauptstadt der Mexica, lag im Gebiet des heutigen México City; bei Bauarbeiten und Grabungen kommen dort bis heute Zeugnisse dieser Vergangenheit zum Vorschein. In México City gibt es die Schlaraffia Tenochtitlan (358). Ihr Ahne ist der „lachende Indio“ – eine kleine Figur, die ein Schlaraffe für eine eigene Darbietung (Fechsung) bei einer Sippung erhalten kann. Das Foto am Ende des Beitrags zeigt das echte Stück. - [Das Geheimnis hinter der Augsburger Puppenkiste](https://fastwahr.de/funde/augsburg-puppenkiste-mago-magoletto): Satire (FASTWAHR ermittelt, Augsburg, 28.09.2026). Die Geschichte der Augsburger Puppenkiste schien längst erzählt. Bis zwischen all den bekannten Namen ein Mann auftauchte, den es eigentlich nicht gab: Mago der Poppenspäler. Die Suche nach ihm führte zunächst tief in die Geschichte des berühmten Marionettentheaters – und dann an einen Ort, an dem niemand nach Jim Knopf oder dem Urmel fragte. Noch merkwürdiger wurde es, als plötzlich ein zweiter Mago auftauchte. – Was davon stimmt: Walter Oehmichen (1901–1977) gründete mit seiner Familie die Augsburger Puppenkiste, die am 26. Februar 1948 eröffnete. Als Sasse der Schlaraffia Augusta Vindelicorum trug er den Namen Mago der Poppenspäler; das Reych führt ihn unter seinen Ehrenschlaraffen. Sein Schwiegersohn Hanns-Joachim Marschall (1927–1999) übernahm 1973 mit Hannelore Oehmichen die Leitung der Puppenkiste. Als Rt. Magoletto der Spielkreuzritter saß er laut Augusta Vindelicorum viele Jahre auf dem Thron des Reyches. Die Augusta Vindelicorum bucht für die Puppenkistensippung die gesamte Augsburger Puppenkiste – angekündigt für den 12. März 2027 als geschlossene schlaraffische Veranstaltung. - [Pumuckl und Meister Eders geheimnisvolle Abende](https://fastwahr.de/funde/muenchen-pumuckl-meister-eder-ritter): Satire (Große Persönlichkeiten, München, 27.09.2026). Pumuckl hatte einen Verdacht. Meister Eder verschwand an manchen Abenden, ohne zu verraten, wohin er ging. Also folgte ihm der Kobold heimlich durch München – und entdeckte einen Ort, an dem Eder plötzlich nicht mehr Eder hieß. Dass Pumuckl dort ausgerechnet einen Uhu als Versteck wählte, sollte sich als Fehler erweisen. – Was davon stimmt: Gustl Bayrhammer (1922–1993), der Meister Eder aus „Meister Eder und sein Pumuckl“, war Schlaraffe mit dem Namen Ritter Skipps ben Kneißl. Den Namen nahm er von der Rolle des Matthew Skipps, die er damals am Tübinger Landestheater spielte. 1953 gründete er mit anderen das Reych Hohentübingen (327). Später kam er über Carolsuhu (49) zur Monachia (15) nach München, war dort Hofnarr und prägte das Reych 19 Jahre lang als Oberschlaraffe. - [Einmal im Jahr bekommt Wilhelm Busch Besuch von Rittern](https://fastwahr.de/funde/mechtshausen-busch-huckebeyn-ritt): Satire (Große Persönlichkeiten, Mechtshausen / Hildesheim, 27.09.2026). In einem kleinen Dorf am Harz liegt Wilhelm Busch seit 1908 begraben. Meistens hat er dort seine Ruhe. Doch einmal im Jahr marschieren Männer in Ritterrüstungen zu seinem Grab, eine Kanone wird abgefeuert und anschließend wird um eine Kette gekämpft. Mit Gedichten. Eine Geschichte, die verdächtig erfunden klingt. – Was davon stimmt: Wilhelm Busch zog 1898 zu seinem Neffen, Pfarrer Otto Nöldeke, ins Pfarrhaus Mechtshausen, bewohnte dort zwei Zimmer mit Blick zum Heber und starb am 9. Januar 1908; er liegt auf dem Friedhof des Ortes begraben. Das Pfarrhaus ist heute das Wilhelm-Busch-Haus. Die Schlaraffia Hildesia (190) aus Hildesheim führt Busch als Ehrenschlaraffen „Hans Huckebeyn“ und zieht jedes Jahr zum Huckebeynritt an sein Grab – beim 96. Ritt 2015 mit Fanfaren, Salutschüssen aus der Reychskanone, Ansprache und Kranz. Im anschließenden Huckebeyn-Turney wird mit eigenen Beiträgen gewetteifert; der Sieger trägt ein Jahr lang die Hans-Huckebeyn-Kette und den Titel „Edler von Mechtshausen“. - [Mehr als 120 Jahre lang suchte Lübeck nach den echten Buddenbrooks. Eine Liste dreht die Sache plötzlich um.](https://fastwahr.de/funde/luebeck-thomas-mann-buddenbrook): Satire (FASTWAHR ermittelt, Lübeck, 26.09.2026). Nach Erscheinen seines berühmten Romans rätselte Lübeck darüber, welche wirklichen Menschen Thomas Mann hinter seinen Figuren versteckt hatte. Namen wurden verglichen, Familien erkannt und Schlüssellisten angelegt. Eine weitere Liste scheint zunächst genau in diese Tradition zu passen. Bis auffällt, dass auf ihr etwas völlig anderes geschieht. – Was davon stimmt: Thomas Mann wurde 1875 in Lübeck geboren; „Buddenbrooks. Verfall einer Familie“ erschien 1901. In Lübeck kursierten Schlüssellisten, die Romanfiguren realen Vorbildern zuordneten. Mann schrieb 1905 („Bilse und ich“), das Buch mache in Lübeck „Aufsehen und böses Blut“. Die Schlaraffia Lubeca (57) wurde 1883 gegründet und führt als Ehrenschlaraffen Emanuel Geibel („Junius“), Clara Schumann („Donna Clara“), Georg Kreisler („Alpenglühen“) – und Thomas Mann als „Buddenbrook“. - [Dreißig Jahre lang hatte er eine Burg. Dann brauchte er plötzlich noch eine.](https://fastwahr.de/funde/eisenach-cranach-zwei-burgen): Satire (Große Persönlichkeiten, Eisenach, 25.09.2026). Hans Lucas von Cranach hatte einen Arbeitsplatz, um den ihn vermutlich mancher Zeitgenosse beneidete. Er verwaltete eine der berühmtesten Burgen Deutschlands, umgab sich mit Kunst, veranstaltete historische Kostümfeste und schlüpfte gelegentlich selbst in eine Rüstung. Im Jahr seines 30. Dienstjubiläums geschah dann etwas in Eisenach, das die Frage aufwirft, ob ihm die Wartburg am Ende nicht mehr genügte. – Was davon stimmt: Hans Lucas von Cranach trat am 4. April 1894 seinen Dienst auf der Wartburg an und war bis zu seinem Tod am 18. Oktober 1929 ihr Burghauptmann; Dienstherr war Großherzog Carl Alexander von Sachsen-Weimar-Eisenach. Cranach fotografierte viel und liebte historische Kostümierungen. Am 8. Februar 1896 ließ er „Lutheri Einzug auf der Wartburg 1521“ nachspielen, am 13. Februar 1897 folgte ein kostümiertes Jagdfest; die Wartburg-Stiftung bewahrt Fotografien davon. Laut Überlieferung des Eisenacher Reyches gehörte Cranach in der Gründungszeit zur Ysenaha. Die Ysenaha (243) entstand 1924 und wurde vom 6. bis 8. Juni 1925 durch die Allmutter Praga auf der Wartburg zum Reych erhoben. - [Was die Schlaraffen ihrer Stadt schenken wollten, verlief zunächst genau nach Plan](https://fastwahr.de/funde/bad-duerkheim-michaeliskapelle-modell): Satire (FASTWAHR ermittelt, Bad Dürkheim, 25.09.2026). Es sollte ein Zeichen der Verbundenheit mit Bad Dürkheim und seiner Geschichte werden. Der Auftrag war erteilt, die historischen Vorarbeiten waren erledigt und über Monate gab es nur erfreuliche Meldungen vom Fortgang des Projekts. Erst bei der Präsentation bemerkten die Beteiligten, dass eine entscheidende Frage nie gestellt worden war. – Was davon stimmt: Der Dürkheimer Wurstmarkt geht auf den Michaelismarkt an der Michaeliskapelle auf dem Michelsberg zurück; als Anfangsjahr gilt 1417. Wegen Platzmangels zog der Markt später hinunter auf die Brühlwiesen. Die ursprüngliche Kapelle wurde 1601 abgebrochen. 1988 begann eine Initiative für den Wiederaufbau, 1990 wurde die neue Michaeliskapelle auf dem Michelsberg eingeweiht. Die Schlaraffen An der Weinstrasse (368) unterstützten den Wiederaufbau und gehörten laut einem aktuellen Bericht zu den ersten Spendern. Zum 610. Wurstmarkt 2026 schenkte ihnen Junker Jochen aus Ludwigshafen ein Modell der Kapelle, gebaut von Krippenbaumeister Horst Ehrhardt. - [Sechs Tage auf einer Insel – und mehr als ein Jahrhundert später bekam er einen neuen Namen](https://fastwahr.de/funde/teneriffa-humboldt-kosmos): Satire (Große Persönlichkeiten, Teneriffa, 24.09.2026). Alexander von Humboldt wollte 1799 nach Amerika. Teneriffa war nur eine Zwischenstation. Doch der kurze Aufenthalt führte ihn auf den Teide und wurde zu einem wichtigen Erlebnis für seine Vorstellung von der Ordnung der Natur. Dass Humboldt später ausgerechnet unter dem Namen „Kosmos“ in einer Gemeinschaft auftauchte, die es zu seinen Lebzeiten noch gar nicht gab, macht die Geschichte nicht übersichtlicher. – Was davon stimmt: Humboldt und Aimé Bonpland verließen am 5. Juni 1799 La Coruña mit der Pizarro, waren vom 19. bis 25. Juni auf Teneriffa und bestiegen am 21./22. Juni den Teide. Am 23. Juni gab der Kaufmann Archibald Little im Garten von Sitio Litre (Puerto de la Cruz) ein Fest für Humboldt. Am Teide beobachtete Humboldt die Abfolge der Vegetation mit der Höhe – ein Ausgangspunkt seiner Pflanzengeographie, die er in den Anden weiterführte. Sein Alterswerk „Kosmos. Entwurf einer physischen Weltbeschreibung“ erschien ab 1845. Humboldt starb am 6. Mai 1859 in Berlin; die Schlaraffia entstand im Oktober 1859 in Prag. - [22 Jahre lang trug er diesen Namen. Dann gründete er ein Reych, wo es ihn wirklich gab.](https://fastwahr.de/funde/gotha-graf-gleichen-burg): Satire (Große Persönlichkeiten, Gotha, 24.09.2026). Albert Eilers gehörte zu den Männern, die 1859 in Prag am Beginn der Schlaraffia standen. Sein Rittername begleitete ihn durch sein weiteres Leben als Sänger und Theatermann. Als sein Weg ihn wenige Jahre später nach Gotha führte, bekam dieser Name plötzlich eine erstaunlich konkrete geografische Bedeutung. – Was davon stimmt: Albert Eilers (1830–1896), Opernbassist, Dichter und Komponist, gehörte 1859 zum Prager Gründerkreis der Schlaraffia und hieß dort Ritter Graf Gleichen der Lindenmüller. In der Krise der jungen Gemeinschaft 1859 gilt er als einer, der sie zusammenhielt; viele frühe Schlaraffenlieder stammen von ihm. Ab 1865 sang er am Hoftheater von Coburg und Gotha (bis 1882, danach Darmstadt). 1876 war er bei den ersten Bayreuther Festspielen der Fasolt im „Rheingold“. Am 4. Februar 1881 gründete er mit fünf Theaterangehörigen die Kyborgia; 1882 trennten sich die Reyche Coburg (27) und Gotha (28). Die Gotaha wurde 1895 gestrichen, eine zweite Gotaha entstand 1904; 1937 wurde die Schlaraffia in Deutschland verboten. - [Die Boote fuhren bergauf. Das war tatsächlich so geplant.](https://fastwahr.de/funde/dover-new-jersey-morris-canal-bergauf): Satire (Neu entdeckt, Dover (New Jersey), 24.09.2026). Mitten durch New Jersey verlief einst eine Wasserstraße, bei der Schiffe Höhenunterschiede überwanden, die für einen gewöhnlichen Kanal vollkommen ungeeignet erschienen. Ausgerechnet in einer alten Eisenstadt findet sich nun ein Hinweis darauf, warum die Ingenieure trotzdem nicht aufgaben. – Was davon stimmt: Der Morris Canal wurde ab 1825 gebaut, war 1831 durchgehend befahrbar, wurde 1836 bis Jersey City verlängert und 1924 aufgegeben. Er verband den Delaware bei Phillipsburg mit dem Hafen von New York und war je nach Quelle rund 102 bis 109 Meilen lang. Er überwand insgesamt rund 1.674 Fuß (gut 500 Meter) Höhenunterschied – mit 34 Schleusen und 23 wassergetriebenen schiefen Ebenen, auf denen die Boote auf Wagen über Schienen gezogen wurden. Frühe Boote trugen rund 25 Tonnen, ab etwa 1860 rund 70. Höhepunkt war 1866 mit 889.220 Tonnen Fracht, überwiegend Kohle und Eisenerz. Ab 1848 machte die Eisenbahn dem Kanal zunehmend Konkurrenz. - [Acht Jahre lang gruben sie weiter. Niemand hatte gesagt, wann sie aufhören sollten.](https://fastwahr.de/funde/homberg-efze-burgbrunnen-weitergraben): Satire (FASTWAHR ermittelt, Homberg (Efze), 24.09.2026). Auf einem Berg über einer hessischen Stadt begann 1605 ein außergewöhnliches Bauprojekt. Zwei Männer arbeiteten gleichzeitig tief im Fels, andere schafften ununterbrochen Gestein nach oben. Als die Arbeiten endlich beendet waren, lagen 150 Meter Basalt über ihnen – und eine Frage blieb erstaunlich lange unbeantwortet. – Was davon stimmt: Die Hohenburg liegt auf einem Basaltkegel rund 376 Meter über dem Meeresspiegel über Homberg (Efze). Ihr Burgbrunnen ist rund 150 Meter (546 Schuh) tief und zählt zu den tiefsten Burgbrunnen Europas. Landgraf Moritz von Hessen ließ ihn 1605 bis 1613 anlegen. Bergleute aus dem Mansfeldischen arbeiteten sich zu zweit in Sechs-Stunden-Schichten durch über 120 Meter Basalt; befestigt wurde der Schacht mit 352 Steinringen und rund 4.000 Sand- und Tuffsteinen. Die Kosten werden mit 25.000 Gulden angegeben (Wikipedia nennt Taler). 1636 hielt die Burg einer ersten Belagerung durch kaiserliche Truppen stand. Als die Angreifer vom Wassermangel erfuhren, kehrten sie zurück und nahmen sie am 3. August 1636 ein. Laut Wikipedia soll zuvor eine Frau in den Brunnenschacht gestürzt und das Wasser dadurch unbrauchbar geworden sein. - [Eigentlich sollte niemand erfahren, was hinter dieser Tür geschah](https://fastwahr.de/funde/mainz-gutenberg-geheimnis): Satire (Große Persönlichkeiten, Mainz, 24.09.2026). Jahrelang arbeitete in Mainz eine kleine Gruppe an einem streng gehüteten Projekt. Dann kam es zum Streit, Beteiligte gingen getrennte Wege – und wenig später verbreitete sich das Geheimnis über halb Europa. – Was davon stimmt: Johannes Gutenberg entwickelte in Mainz den Buchdruck mit beweglichen Metalllettern zu einem Produktionssystem aus Letternguss, Satz, Druckfarbe und Presse. Die 42-zeilige Bibel (B42) entstand etwa 1452 bis 1454/55 in rund 180 Exemplaren, etwa 150 auf Papier und 30 auf Pergament, mit rund 1.282 Seiten. Initialen und Schmuck wurden von Hand ergänzt. Finanziert hatte Johannes Fust; der Streit um sein Geld endete 1455 vor Gericht, festgehalten im Helmaspergerschen Notariatsinstrument. Fust druckte danach mit Gutenbergs Mitarbeiter Peter Schöffer und brachte 1457 den Mainzer Psalter heraus. - [Die Tür führt nirgendwohin. Trotzdem klopfen nachts Menschen an.](https://fastwahr.de/funde/prag-allmutter-pforte): Satire (Neu entdeckt, Prag, 24.09.2026). Mitten in Prag steckt eine schmiedeeiserne Pforte in einer Hotelfassade. Dahinter befindet sich kein Eingang, kein Raum und schon lange keine Burg mehr. Trotzdem kommen Besucher, betrachten den Uhu über der Tür und klopfen an. Ein angeblich seit Jahren geführtes Buch soll sogar verzeichnen, was danach passiert. – Was davon stimmt: Die Schlaraffia wurde am 10. Oktober 1859 in Prag gegründet. Die Praga war ihr erstes Reych und wurde 1876 als „Allmutter“ aller Reyche anerkannt. 1896 legte Rt Barnabas der Steinreiche den Plan für eine eigene Burg in der Stephansgasse (heute Štěpánská 623/40) vor, Architekt war František Buldra. Von außen ein Zinshaus, lag der Rittersaal verborgen im Hofflügel. Am 13. November 1897 zog die Praga ein. 1939 wurde die Praga zwangsweise aufgelöst. 1976 wurde der Abriss des Hofflügels mit dem Rittersaal beschlossen, das übrige Haus verschwand beim Umbau des Hotels Alcron in den 1990er-Jahren. Seit 1998 sitzt die historische Pforte als Blindtor in der Hotelfassade, darüber ein gegossener Uhu von knapp 75 Zentimetern, daneben seit 1999 eine zweisprachige Gedenktafel. - [Erst hielt man den Schaden für repariert. Dann geschah es ein zweites Mal.](https://fastwahr.de/funde/philadelphia-liberty-bell-riss): Satire (Neu entdeckt, Philadelphia, 23.09.2026). Mehr als 90 Jahre hatte sie ihren Dienst getan. Dann griffen Fachleute zu einer ungewöhnlichen Methode, um sie zu retten. Wenige Stunden später war alles vorbei – und Philadelphia um ein Wahrzeichen reicher. – Was davon stimmt: 1751 bestellte die Pennsylvania Assembly bei der Whitechapel Foundry in London eine Glocke für ihr State House, die heutige Independence Hall. Sie riss 1752 schon beim ersten Probeläuten; John Pass und John Stow gossen sie in Philadelphia zweimal neu, 1753 hing die heutige Glocke. Die Glocke wiegt rund 943 Kilogramm (2.080 Pfund) und besteht zu etwa 70 Prozent aus Kupfer und 25 Prozent aus Zinn. Die Inschrift „Proclaim LIBERTY throughout all the Land unto all the Inhabitants thereof“ stammt aus der Bibel. Den Namen „Liberty Bell“ prägten Abolitionisten ab 1835. Ob sie am 8. Juli 1776 zur ersten öffentlichen Verlesung der Unabhängigkeitserklärung läutete, ist möglich, aber nicht zeitgenössisch belegt. - [Die Leica entstand, weil in Wetzlar niemand mehr für ein Gruppenfoto stillhalten wollte](https://fastwahr.de/funde/wetzlar-leica-gruppenfoto): Satire (Neu entdeckt, Wetzlar, 23.09.2026). Eine bislang unbekannte Aufnahme aus den Leitz-Werken wirft neues Licht auf die Entstehung der Kleinbildkamera – Was davon stimmt: Oskar Barnack kam 1911 zu Leitz nach Wetzlar. Er war begeisterter Fotograf; als Grund für seine Suche nach einer leichteren Kamera wird auch sein Asthma genannt. Barnack ließ den 35-mm-Kinofilm horizontal statt vertikal laufen und schuf so das Format 24 × 36 Millimeter. Im März 1914 notierte er laut Firmenarchiv „Lilliput-Kamera fertiggestellt“ – die Ur-Leica. Seine Aufnahmen vom Wetzlarer Hochwasser 1920 gelten als erste Reportageserie mit einer 35-mm-Kleinbildkamera. - [Als er Mühlhausen verließ, nahm er eine Zeichnung mit. Jahrzehnte später erkannte man die Idee in New York wieder.](https://fastwahr.de/funde/muehlhausen-roebling-brooklyn-bridge): Satire (Große Persönlichkeiten, Mühlhausen, 21.09.2026). Johann August Röbling verließ 1831 seine Heimatstadt Mühlhausen und wanderte nach Amerika aus. Dort wurde aus ihm John A. Roebling, einer der bedeutendsten Brückenbauer des 19. Jahrhunderts. Sein berühmtestes Projekt verband schließlich Manhattan mit Brooklyn. Eine bislang unbeachtete Zeichnung aus seiner Jugend legt allerdings nahe, dass die entscheidende Idee erheblich älter gewesen sein könnte. – Was davon stimmt: Johann August Röbling wurde am 12. Juni 1806 in Mühlhausen als Sohn eines Tabakhändlers geboren, studierte ab 1824 an der Berliner Bauakademie und wanderte 1831 mit seinem Bruder Karl nach Amerika aus, wo er die Siedlung Germania (später Saxonburg) mitgründete. Ab 1841 entwickelte er in Saxonburg das Drahtseil weiter – Grundlage seiner Hängebrücken. Er entwarf die Brooklyn Bridge, verunglückte 1869 bei Vermessungsarbeiten und starb an Tetanus. Sohn Washington und Schwiegertochter Emily Warren Roebling vollendeten die Brücke; eröffnet 1883, Hauptspannweite rund 486 Meter. Mühlhausen benannte 1883 eine Röblingstraße nach ihm; am Geburtshaus hängt seit 1876 eine Gedenktafel, seit 2007 steht eine Bronzestatue am Untermarkt. - [Bad Orb stellte Salzproduktion um: Seitdem wird der Kunde direkt in die Sole gestellt](https://fastwahr.de/funde/bad-orb-kunde-in-der-sole): Satire (FASTWAHR ermittelt, Bad Orb, 21.09.2026). Jahrhundertelang gewann die Stadt mit großem Aufwand Salz aus ihrem Wasser. Dann entwickelte ein unbekannter Berater ein überraschend einfaches Geschäftsmodell. – Was davon stimmt: In Orb wurde über Jahrhunderte Salz aus Sole gewonnen; Stadt und Solequellen werden 1064 erstmals urkundlich erwähnt. Gradierwerke mit Schwarzdornreisig erhöhten den Salzgehalt, bevor die Sole in den Siedehäusern versotten wurde. Gegen das bergmännisch gewonnene Steinsalz verlor die Saline im 19. Jahrhundert an Bedeutung; 1899 wurde die Salzgewinnung endgültig eingestellt. 1837 nutzte der Apotheker Franz Leopold Koch die Sole für eine erste Badeanstalt. 1909 wurde Orb staatlich als Heilbad anerkannt und heißt seither Bad Orb. - [Jahrzehntelang lagen diese Werke in Büchern. Jetzt werden sie plötzlich zur Kunst.](https://fastwahr.de/funde/koblenz-schmierbuch-kunst): Satire (Neu entdeckt, Koblenz, 20.09.2026). Sie wurden gezeichnet, gemalt, geklebt und manchmal mit beträchtlichem Aufwand gestaltet. Trotzdem kamen sie anschließend nicht an die Wand, sondern verschwanden in dicken Büchern. Ausgerechnet deren wenig schmeichelhafter Name könnte erklären, warum sich eine ungewöhnliche Koblenzer Kunstsammlung über Jahrzehnte fast unbemerkt entwickeln konnte. – Was davon stimmt: In den Schmierbüchern der Schlaraffia halten Sassen und Gäste Sippungen und besondere Ereignisse mit Zeichnungen, Collagen, Kalligrafie und Texten fest – jede Seite in eigener Handschrift. Die Schlaraffia Confluentia (225) in Koblenz residiert seit 1991 in der ehemaligen Pallottinerkapelle am Fuß der Festung Ehrenbreitstein und sippt von Oktober bis April dienstags. Bei früheren Ehrenbreitsteiner Kunsttagen stellten dort bereits schlaraffische Künstler aus. Nach Ankündigung zeigt die Confluentia bei den Ehrenbreitsteiner Kunsttagen am 7. und 8. November 2026 ausgewählte Schmierbuchfechsungen und macht sie am Dienstag, 10. November, zum Thema ihrer Kunstsippung. - [Was 1793 in Washington vergraben wurde, beschäftigt Experten bis heute](https://fastwahr.de/funde/washington-kapitol-grundstein): Satire (FASTWAHR ermittelt, Washington, 18.09.2026). Bei einer feierlichen Zeremonie verschwand etwas unter einem der wichtigsten Gebäude Amerikas. Fast zweihundert Jahre später begann eine aufwendige Suche – ohne eindeutiges Ergebnis. Eine bislang unbeachtete Aufnahme macht die Sache nicht einfacher. – Was davon stimmt: Am 18. September 1793 legte George Washington den Grundstein des U.S. Capitol, in einer Freimaurerzeremonie. Unter den Stein kam eine Silberplatte des Georgetowner Silberschmieds Caleb Bentley; geweiht wurde mit Korn, Wein und Öl, danach wurde ein 500 Pfund schwerer Ochse gegrillt. L’Enfant nannte Jenkins’ Hill einen „Sockel, der auf ein Monument wartet“, lieferte aber keine Bauzeichnungen und wurde 1792 entlassen. Der Wettbewerb brachte 17 Entwürfe, die nicht überzeugten; der verspätete Entwurf des Arztes William Thornton aus Tortola gewann – Preis: 500 Dollar und ein Grundstück. Stephen Hallet und George Hadfield wurden wegen eigenmächtiger Planänderungen entlassen, James Hoban brachte die erste Bauphase zu Ende. Der Sandstein kam aus Aquia in Virginia; 1800 zog der Kongress ein, obwohl noch Räume unfertig waren. 1814 brannten britische Truppen das Gebäude nieder. - [Erst als jemand das Blatt umdrehte, begann das eigentliche Problem](https://fastwahr.de/funde/lenningen-kunstdruckpapier-rueckseite): Satire (FASTWAHR ermittelt, Lenningen, 16.09.2026). Ende des 19. Jahrhunderts arbeitete eine Papierfabrik bei Kirchheim unter Teck an einem Material, das den hochwertigen Druck in Europa verändern sollte. Eine technische Neuerung aus dem Jahr 1892 gilt bis heute als Meilenstein der Firmengeschichte. Über ihren tatsächlichen Auslöser war bislang erstaunlich wenig bekannt. – Was davon stimmt: Carl Scheufelen übernahm 1855 eine Papiermühle in Oberlenningen und baute sie zu einer Papierfabrik aus. 1892 übernahmen seine Söhne Adolf (Technik) und Heinrich (Kaufmännisches) die Leitung; einzelne Quellen nennen dafür schon 1888. 1892 stellte Scheufelen auf einer selbst gebauten Streichmaschine als erste Fabrik in Europa zweiseitig gestrichenes Kunstdruckpapier her. Der Strich aus Pigmenten und Bindemitteln kam dem damals neuen Rasterdruck sehr entgegen. Ab 1895 hieß die Firma „Erste Deutsche Kunstdruck Papierfabrik Carl Scheufelen“. Zum 100-jährigen Jubiläum des Kunstdruckpapiers richtete das Unternehmen 1992 im Schlössle Oberlenningen ein Museum für Papier- und Buchkunst ein. Die Papierproduktion in Oberlenningen endete 2021. - [53 Jahre Vorlauf: Wurde die Okerburg für die Schlaraffen gebaut?](https://fastwahr.de/funde/braunschweig-okerburg-53-jahre): Satire (Neu entdeckt, Braunschweig, 14.09.2026). Jahrzehntelang galt die Geschichte des heutigen Hauses der Schlaraffia als weitgehend geklärt: Im 19. Jahrhundert befand sich dort die berühmte Erzgießerei Howaldt. In den Werkstätten entstanden bedeutende Monumente und sogar die Braunschweiger Quadriga. 1906 endete der Gießereibetrieb. Sechs Jahre später kaufte die Schlaraffia Brunsviga das Gebäude. – Was davon stimmt: Georg Ferdinand Howaldt (1802–1883) errichtete 1859 an der Braunschweiger Hochstraße eine Gießhalle. Sie bildet bis heute den nördlichen Teil der Okerburg. In der Howaldtschen Werkstatt entstanden unter anderem der Heinrichsbrunnen, Reiterstandbilder und die erste Braunschweiger Quadriga. Statt des geplanten Bronzegusses wurde sie aus getriebenen Kupferplatten auf einem Metallgerüst gefertigt, weil Bronze für den Schlossbau zu schwer und zu teuer gewesen wäre. 1905 entstand der zweigeschossige, burgartige Bau mit Elementen, wie man sie an der Burg Dankwarderode und am Braunschweiger Dom findet. 1906 endete der Gießereibetrieb. - [Jahrzehntelang suchte Schwerin nach ihm. Dann tauchte diese Aufnahme auf.](https://fastwahr.de/funde/schwerin-petermaennchen-zimmer): Satire (Große Persönlichkeiten, Schwerin, 11.09.2026). Mal warnte er vor Unglück, mal vertrieb er Eindringlinge. Dann verschwand eine der bekanntesten Gestalten der Stadtgeschichte fast vollständig. Eine Spur aus dem Jahr 1947 führt ausgerechnet in ein Hinterzimmer. – Was davon stimmt: Das Petermännchen ist der sagenhafte Hausgeist des Schweriner Schlosses; die Stadt Schwerin spricht von mehr als 500 Sagen über ihn. Er erscheint als alter Mann mit weißem Bart, schwarzem Rock und Kappe oder als Reiter mit Degen und Federhut, stets mit Schlüsselbund und Laterne. Laut Sage weckte er schlafende Wachsoldaten, vertrieb Diebe und Eindringlinge und verleidete Wallenstein das Schloss so sehr, dass dieser nach Güstrow auswich. Seine Kleidung kündigte Kommendes an: grau im Alltag, rot vor Kriegen, schwarz vor einem Todesfall im Fürstenhaus. Beim Schlossbrand im Dezember 1913 soll er einer Tochter der großherzoglichen Familie erschienen sein; 1930 will ein Polizist im Burggarten eine Gestalt mit spitzem Hut gesehen haben. - [Abriss alter Brauerei legt Schlaraffenburg frei](https://fastwahr.de/funde/hamburg-bergedorf-brauerei-schlaraffenburg): Satire (FASTWAHR ermittelt, Hamburg-Bergedorf, 07.09.2026). Als die alte Bergedorfer Actien-Bier-Brauerei verschwand, schien die Sache zunächst eindeutig. Die Produktion war längst eingestellt, 1965 zerstörte ein Brand die oberirdischen Gebäude, später wurde das Gelände neu bebaut. – Was davon stimmt: Die Bergedorfer Actien-Bier-Brauerei wurde 1863 gegründet und nahm 1864 den Betrieb auf. 1887 braute sie 38.758 Hektoliter, die vier traditionellen Bergedorfer Brauereien zusammen 6.455 Hektoliter. Für die Kühlung entstanden teils zweistöckige, ziegelgewölbte Eiskeller von rund 5.000 Quadratmetern. Das Eis kam im Winter aus eigenen Brauereiteichen. 1914 übernahm Holsten den Betrieb. Im Dezember 1965 brannten die Brauereigebäude ab; die Keller blieben erhalten und liegen heute unter Wohnhäusern aus den 1980er-Jahren. - [Schlaraffen weisen Beteiligung an Gründung der Wartburg zurück](https://fastwahr.de/funde/eisenach-wartburg-gruendung): Satire (FASTWAHR ermittelt, Eisenach, 31.08.2026). Die Schlaraffia Eisenach hat Spekulationen zurückgewiesen, wonach Schlaraffen an der Gründung der Wartburg beteiligt gewesen sein könnten. Anlass sind auffällige Parallelen zwischen der überlieferten Gründungssage und schlaraffischen Denkweisen. Ein fremder Berg, herbeigeschaffte Erde, zwölf Ritter, gezogene Schwerter und eine juristische Argumentation, deren Erfolg wesentlich davon abhängt, sie nicht allzu gründlich zu hinterfragen: Die Indizien erscheinen auf den ersten Blick belastend. – Was davon stimmt: Die Wartburg führt ihre sagenhafte Gründung auf 1067 und Ludwig den Springer zurück. Urkundlich erwähnt wird sie erstmals 1080, bei Bruno von Merseburg als „Wartberg“. Teil der echten Gründungssage ist, dass Ludwig auf einem Berg bauen wollte, der ihm nicht gehörte, und dafür Erde von seinem eigenen Besitz hinaufschaffen ließ. Ebenfalls Teil der Überlieferung: Zwölf Ritter steckten ihre Schwerter in diese Erde und beschworen, Ludwig stehe auf eigenem Grund und Boden. - [Wie Thailand zu seinem eigenen Bier kam – und warum dabei deutsche Männer mit merkwürdigen Mützen auftauchen](https://fastwahr.de/funde/bangkok-singha-muetzen): Satire (Neu entdeckt, Bangkok, 27.08.2026). 1933 begann in Bangkok die Geschichte des thailändischen Bieres. Neu ausgewertete Unterlagen lassen vermuten, dass der deutsche Einfluss größer war als bisher angenommen. – Was davon stimmt: Phraya Bhirom Bhakdi betrieb zuvor einen Fährdienst über den Chao Phraya zwischen Bangkok und Thonburi, der mit dem Bau der Brücken an Bedeutung verlor. Der deutsche Ingenieur und Importeur Emil Eisenhofer brachte ihn mit deutschem Bier in Berührung. Bhirom Bhakdi reiste nach Europa, unter anderem nach Deutschland und Dänemark, und studierte das Brauwesen. 1933 erhielt die Boon Rawd Brewery ihre Lizenz, gebaut wurde in Samsen am Chao Phraya in Bangkok; 1934 kamen die ersten Flaschen auf den Markt. Zu den ersten Marken gehörte Singha. - [Dürkheimer Riesenfass: Folge eines schlaraffischen Rechenfehlers?](https://fastwahr.de/funde/bad-duerkheim-riesenfass-rechenfehler): Satire (FASTWAHR ermittelt, Bad Dürkheim, 24.08.2026). Seit mehr als neunzig Jahren steht am Rand des Dürkheimer Wurstmarktplatzes ein Bauwerk, das sich jeder vernünftigen Dimensionierung entzieht. Das Dürkheimer Riesenfass ist rund 15 Meter lang, misst etwa 13,5 Meter im Durchmesser und besitzt rechnerisch ein Fassungsvermögen von ungefähr 1,7 Millionen Litern. Es gilt als größtes Fass der Welt und als eines der Wahrzeichen der Pfalz. – Was davon stimmt: Das Dürkheimer Riesenfass wurde 1934 von Küfermeister Fritz Keller errichtet. Bei 13,5 Metern Durchmesser fasst es rechnerisch rund 1,7 Millionen Liter und gilt als größtes Fass der Welt. Verarbeitet wurden knapp 200 rund 40 Meter hohe Tannen aus dem Nordschwarzwald, daraus 178 Fassdauben von je 15 Metern Länge und 15 Zentimetern Stärke. Wein war nie darin. Das Fass wurde als Gaststätte eingerichtet und bietet auf zwei Ebenen Platz für fast 430 Gäste. - [Acht Jahre lang suchten sie nach ihrer verschwundenen Idee. Dann gaben sie auf.](https://fastwahr.de/funde/bad-salzungen-frankenstein-kunstruine): Satire (FASTWAHR ermittelt, Bad Salzungen, 20.08.2026). 1896 gründete sich in Salzungen eine Gemeinschaft, die nur acht Jahre später wieder verschwand. Warum sie sich freiwillig auflöste, lässt sich heute kaum noch feststellen. Eine mögliche Spur führt auf den Frankenstein oberhalb der Stadt – und zu einem Gebäude, das bereits dort stand, bevor die Gemeinschaft überhaupt gegründet worden war. – Was davon stimmt: Auf dem Frankenstein über Bad Salzungen stand eine mittelalterliche Burg. Die heutige Ruine ist eine Kunstruine: Ein Frankenstein-Komitee sammelte dafür Geld, am 22. Juli 1888 war Baubeginn, am 6. September 1891 wurde sie unter großer Beteiligung der Bevölkerung eingeweiht. Die Salsungia (130) wurde am 7. März 1896 in Salzungen gegründet (Mutterreych Meinungia, Farben Blau-Weiß) und löste sich 1904 freiwillig auf. Warum, ist nicht überliefert. Am 11. Juni 1923 gründeten 67 Einwohner aus Salzungen, Allendorf und Kloster die Frankensteingemeinde – mit Schulze, Säckelwart, Gemeindepoet, Nachtwächter und Büttel. 1924 wurde ihre Klause übergeben; bis heute trifft sich der Verein dort zweimal im Monat zur „Sippung“ und grüßt mit „Holla-Ho“. - [Bögeholz-Institut weist Zweifel an Existenz seines Forschungsgegenstandes zurück](https://fastwahr.de/funde/celle-boegeholz-institut): Satire (Große Persönlichkeiten, Celle, 17.08.2026). Neue Untersuchungen stellen 130 Jahre Bögeholz-Forschung infrage. Der Heimatdichter Otto Bögeholz, geboren 1805 in Tatenhausen, gestorben 1895 ebenda, hat nach Erkenntnissen von FASTWAHR möglicherweise nie gelebt. Das Bögeholz-Institut am Hofe der Schlaraffia Cell-Erika sieht darin keinen Grund, die Arbeit einzustellen. Im Gegenteil: Das Lebenswerk wächst weiter. – Was davon stimmt: Otto Bögeholz ist eine von Schlaraffen erfundene Figur. Nach seiner Legende wurde er am 26. November 1805 in Tatenhausen bei Halle (Westfalen) geboren und starb 1895. Laut Westfalen-Blatt stammt die Figur aus den Reihen der Schlaraffia Ravensbergia in Bielefeld. 1968 wurde am Wasserschloss Tatenhausen eine Bögeholz-Eiche gepflanzt; zum 50-jährigen Jubiläum am 23. Juni 2018 kamen mehr als 100 Schlaraffen. Die Schlaraffia Cell-Erika (346) in Celle pflegt das „Bögeholz-Erbe“. Es erschienen die Bände „Alles ist Gefühl“ (1985, Neuauflage 2002) und „Gefühl ist alles“ (2005). - [Tower Bridge entstand offenbar nach schlaraffischem Kompromiss](https://fastwahr.de/funde/london-tower-bridge-kompromiss): Satire (Neu entdeckt, London, 10.08.2026). London brauchte dringend eine neue Brücke. Sie durfte nur den Schiffen nicht im Weg sein. Eine bislang unbekannte Aufnahme legt nahe, dass bei der Lösung des Problems ungewöhnliche Berater anwesend waren. – Was davon stimmt: Ab 1876 suchte London nach einer neuen Themsequerung östlich der London Bridge, die den Schiffsverkehr nicht behindern durfte. Mehr als 50 Entwürfe wurden eingereicht; 1884 wurde die Klappbrücke von Sir Horace Jones und Sir John Wolfe Barry angenommen, 1885 folgte das Tower Bridge Act. Baubeginn war am 22. April 1886. Fünf große Baufirmen und im Schnitt 432 Arbeiter täglich verbauten in acht Jahren mehr als 11.000 Tonnen Stahl, verkleidet mit Granit und Portland Stone. Die Klappen wurden mit dampfgetriebener Hydraulik bewegt. Eröffnet wurde die Brücke am 30. Juni 1894 durch den Prince of Wales; im ersten Jahr wurde sie 6.194-mal geöffnet. - [Wie ein Webfehler Krefeld zur Seidenstadt machte](https://fastwahr.de/funde/krefeld-webfehler-seidenstadt): Satire (Neu entdeckt, Krefeld, 03.08.2026). Samt und Seide machten Krefeld weltberühmt. Doch möglicherweise begann die Erfolgsgeschichte mit einem Fehler. Eine bislang unbeachtete Aufnahme zeigt auffällig gekleidete Herren an historischen Webstühlen. Nach Recherchen von FASTWAHR sollten sie ursprünglich lediglich einen Uhu in einen Stoff weben. Das misslang gründlich. Statt den fehlerhaften Stoff wegzuwerfen, traf einer der Anwesenden jedoch eine Entscheidung mit weitreichenden Folgen: „Wenn wir behaupten, das sei Absicht, ist es Kunst.“ Später setzte sich sogar Friedrich der Große persönlich an einen Krefelder Webstuhl. Dieser Teil der Geschichte ist tatsächlich wahr. – Was davon stimmt: Krefeld entwickelte sich im 18. Jahrhundert zu einem bedeutenden Zentrum der Seidenproduktion. Die Familie von der Leyen spielte dabei eine herausragende Rolle; allein um 1768 arbeiteten für ihr Unternehmen mehr als 700 Webstühle. Friedrich der Große besuchte Krefeld mehrfach. Bei seinem Aufenthalt 1763 besichtigte er eine Bandfabrik und versuchte sich laut Überlieferung selbst am Webstuhl. Er kaufte außerdem Krefelder Strümpfe. Friedrich schützte die wirtschaftlich wichtige Krefelder Textilproduktion. Seine Aussage, Krefeld und seine Manufakturen seien ein „Kleinod“, von dem militärische Werber fernbleiben sollten, ist überliefert. - [Warum die Cheops-Pyramide oben so schmal ist: eine antike Sparmaßnahme](https://fastwahr.de/funde/gizeh-cheops-sparmassnahme): Satire (FASTWAHR ermittelt, Gizeh, 20.07.2026). Seit Jahrhunderten rätseln Forscher darüber, wie die alten Ägypter ihre gewaltigen Pyramiden errichteten. FASTWAHR beschäftigt eine bislang vernachlässigte Frage: Warum wurden die Bauwerke nach oben eigentlich immer schmaler? Eine neu ausgewertete Aufnahme liefert eine überraschend einfache Erklärung. Offenbar beriet eine Gruppe auffällig gekleideter Herren die königlichen Baumeister. Ihr Vorschlag überzeugte durch bestechende Wirtschaftlichkeit: „Wenn wir oben weniger bauen, brauchen wir dort auch weniger Steine.“ Merkwürdig ist nur, dass Jahrtausende später ausgerechnet in Ägypten tatsächlich eine Schlaraffen-Colonie auftauchte. – Was davon stimmt: Die Pyramidenform entwickelte sich schrittweise – von frühen Mastaba-Gräbern über Djosers Stufenpyramide und die Bauversuche unter Snofru bis zu den großen Pyramiden der 4. Dynastie. Die Knickpyramide von Dahschur änderte während der Errichtung ihren Neigungswinkel von 55 auf 43 Grad – nach Angaben des ägyptischen Ministeriums wegen Instabilität. Snofrus Rote Pyramide gilt als erste erfolgreich vollendete echte Pyramide mit glatten Seiten. - [Neuer Fund: Lüneburgs Salz war jahrhundertelang nicht salzig genug](https://fastwahr.de/funde/lueneburg-salz-nicht-salzig): Satire (FASTWAHR ermittelt, Lüneburg, 06.07.2026). Mehr als tausend Jahre lang machte Salz die Hansestadt reich und mächtig. Doch eine bislang unbekannte Aufnahme wirft ein neues Licht auf das Erfolgsgeheimnis des „weißen Goldes“. Offenbar kämpften Lüneburgs Salzsieder zeitweise mit einem Problem, das in keiner offiziellen Chronik erwähnt wird: Das Salz war nicht salzig genug. Eine eigens eingesetzte Kommission fand schließlich eine verblüffend einfache Lösung – und unter ihren Mitgliedern befanden sich auffallend viele Herren, deren Kleidung heutigen Schlaraffen erstaunlich ähnelt. – Was davon stimmt: Lüneburg besitzt eine mehr als tausendjährige Salzgeschichte. Bereits die erste urkundliche Erwähnung der Stadt im Jahr 956 hängt mit dem Salzzoll der Saline zusammen. Das Salz machte Lüneburg reich und mächtig. Die Saline wurde 1980 geschlossen. Die sogenannten Sülfmeister waren Salzsiedeberechtigte und gehörten zur oberen gesellschaftlichen Schicht Lüneburgs. In Lüneburg besteht heute das Schlaraffenreych Auf der Heide (369). Seine Schlaraffen treffen sich in der Ilmenauburg. - [Brooklynia-Tower: New Yorks höchster Wolkenkratzer wurde aus Kostengründen wieder abgetragen](https://fastwahr.de/funde/new-york-brooklynia-tower): Satire (Neu entdeckt, New York, 22.06.2026). Eine bislang unbeachtete Aufnahme aus den frühen 1930er-Jahren sorgt für Irritationen. Sie zeigt Mitglieder der Schlaraffia hoch über Manhattan bei einer offenbar ausgedehnten Arbeitspause. Nach Recherchen von FASTWAHR gehörten die Männer zur Planungskommission eines heute nahezu vergessenen Bauprojekts: des Brooklynia-Towers. Er sollte das Empire State Building überragen. Gebaut wurde tatsächlich – allerdings hatte die Planung einen entscheidenden Fehler. – Was davon stimmt: Nova Yorkia (69) wurde 1884 in New York gegründet und bestand bis 1988. Brooklynia (123) wurde 1894 gegründet und besteht bis heute. Die New York Public Library besitzt ein originales Schlaraffia-Stammtischregister der Nova Yorkia aus den Jahren 1911–1914. Historische Schlaraffia-Unterlagen nennen für Brooklynia die „Steubenburg“ in der 6 East 87th Street in Manhattan. ## Über FASTWAHR - [Über FASTWAHR](https://fastwahr.de/ueber-fastwahr): Wer dahintersteht und wie die Beiträge entstehen - [KI & Transparenz](https://fastwahr.de/ki-und-transparenz): Einsatz generativer KI, Kennzeichnung, Vier-Augen-Prinzip - [Was davon stimmt](https://fastwahr.de/was-davon-stimmt): Übersicht über die Auflösungen - [Korrekturen & Kontakt](https://fastwahr.de/korrekturen-und-kontakt): Hinweise auf Fehler in Faktenboxen und Quellen - [Impressum](https://fastwahr.de/impressum) ## Schlaraffia (echt) - [Schlaraffia entdecken](https://www.schlaraffenfreunde.de/schlaraffia-entdecken/): Was Schlaraffia ist, Einstieg für Interessierte - [Schlaraffia in der Nähe finden](https://www.schlaraffenfreunde.de/schlaraffia-finden/) - [Schlaraffia Eisenach – Feldlager Ysen-Aha](https://www.schlaraffia-eisenach.de/): Herausgeber von FASTWAHR