FASTWAHR ermittelt4. Dynastie
Warum die Cheops-Pyramide oben so schmal ist: eine antike Sparmaßnahme

KI-generiertes Bild · Die dargestellte Szene hat so nicht stattgefunden. Personen, Banner, Inschriften und Wappen frei erfunden.
Ägypten hatte ein Baukostenproblem
Die ägyptischen Pyramiden waren keineswegs das Ergebnis eines einzigen genialen Einfalls. Ihre Bauform entwickelte sich über Generationen.
Am Anfang standen unter anderem Mastabas – vergleichsweise flache, rechteckige Grabbauten. Unter König Djoser entstand in Sakkara daraus die Stufenpyramide. In der 4. Dynastie experimentierte König Snofru weiter. Seine Pyramide in Meidum wurde zunächst als Stufenpyramide angelegt und später zu einer Pyramide mit glatten Seiten umgebaut.
Die Ägypter wussten damit, dass man sehr groß bauen konnte. Das eigentliche Problem begann, als man beschloss, noch größer zu bauen. Denn große Bauwerke besitzen eine unangenehme Eigenschaft: Man benötigt für sie große Mengen Baumaterial.
Genau an diesem Punkt setzt eine bislang von der Ägyptologie völlig ignorierte Theorie an.
Die Männer mit den merkwürdigen Mützen
Eine FASTWAHR vorliegende historische Aufnahme zeigt mehrere auffällig gekleidete Männer auf einer ägyptischen Großbaustelle. Im Hintergrund wächst eine Pyramide empor. Im Vordergrund werden Pläne diskutiert.
Die Männer tragen lange Gewänder und eigentümliche Kopfbedeckungen. Einer scheint dem Pharao eine Zeichnung zu präsentieren. Auf den Unterlagen lässt sich bei entsprechender Vergrößerung möglicherweise ein Vogel erkennen. FASTWAHR hält einen Uhu für nicht ausgeschlossen.
Über Herkunft und Qualifikation dieser Männer schweigen die bekannten ägyptischen Quellen. Ihre Aufgabe scheint jedoch eindeutig gewesen zu sein: Kosten senken.
Ein erster Entwurf für ein königliches Grabmal soll noch einen gewaltigen rechteckigen Baukörper vorgesehen haben. Dagegen erhob einer der fremden Berater einen mathematisch schwer zu widerlegenden Einwand:
„Wenn wir oben genauso breit bauen wie unten, brauchen wir oben genauso viele Steine.“
Im Raum soll daraufhin längere Zeit Stille geherrscht haben. Dann begann der Mann, Steinquader aufeinanderzulegen.
Die unterste Reihe bestand aus vielen Steinen. Die nächste aus etwas weniger. Darüber wurden es nochmals weniger. Und ganz oben benötigte man schließlich nur noch einen.
Die königlichen Baumeister rechneten nach. Sie kamen zum selben Ergebnis.
Das Gesetz der nach oben abnehmenden Baukosten
Die Berater formulierten daraus ein Prinzip, das in späteren Abschriften angeblich als „Gesetz der nach oben abnehmenden Baukosten“ bezeichnet wurde: Je höher ein Bauwerk wird, desto weniger Bauwerk soll dort vorhanden sein.
Das Verfahren hatte mehrere Vorteile. Es sparte Steine. Es sparte Arbeitszeit. Und die lästige Frage, was man auf dem Dach eines mehrere hundert Ellen hohen königlichen Grabmals eigentlich unterbringen sollte, erledigte sich ebenfalls.
Ein Dach gab es praktisch nicht mehr. Stattdessen endete das gesamte Bauwerk oben in einem Punkt. Für die ägyptische Verwaltung war dies ein überzeugendes Konzept.
Die ersten praktischen Versuche verliefen allerdings nicht vollkommen reibungslos.
Der erste Versuch bekam einen Knick
Das zeigt ausgerechnet die wirkliche Baugeschichte. Snofru ließ in Dahschur die heute sogenannte Knickpyramide errichten. Sie begann mit einem Winkel von etwa 55 Grad. Während des Baus musste die Neigung wegen statischer Probleme auf ungefähr 43 Grad reduziert werden. Deshalb besitzt das Bauwerk bis heute seinen charakteristischen Knick.
Die moderne Ägyptologie sieht darin eine technische Reaktion auf Instabilität. FASTWAHR hat selbstverständlich eine andere Erklärung.
Nach unserer Rekonstruktion betrachtete die schlaraffische Baukommission den begonnenen Bau und stellte fest: Oben war immer noch zu viel Pyramide vorgesehen.
Der Winkel wurde geändert. Das sparte Material, führte allerdings zu einem ästhetischen Ergebnis, das den Auftraggeber nur eingeschränkt überzeugt haben soll. Im Abschlussprotokoll findet sich angeblich der knappe Vermerk:
„Grundsätzlich brauchbar. Beim nächsten Mal ohne Knick.“
Und genau das geschah tatsächlich – zumindest der zweite Teil. Snofru ließ in Dahschur anschließend die Rote Pyramide errichten. Sie gilt als erste erfolgreich fertiggestellte „echte“ Pyramide mit durchgehend glatten Seiten.
Das Verfahren war damit serienreif.
Cheops bestellt das große Modell
Unter Snofrus Nachfolger Cheops erreichte die Entwicklung ihren Höhepunkt. Die Große Pyramide von Gizeh war ursprünglich rund 146,5 Meter hoch. Sie blieb etwa 3.800 Jahre lang das höchste Bauwerk der Welt. Das ägyptische Ministerium für Tourismus und Altertümer geht von einer Bauzeit von ungefähr zehn bis zwanzig Jahren aus und weist zugleich darauf hin, dass bis heute nicht abschließend geklärt ist, wie der Bau genau organisiert wurde.
Nach FASTWAHR-Recherchen hatte Cheops allerdings zunächst einen Einwand gegen den neuen Entwurf. Er wollte größer bauen als sein Vater. Seine Frage an die Berater soll deshalb gelautet haben:
„Wie hoch können wir damit bauen?“
Die Antwort: „Im Prinzip beliebig hoch.“
Der Pharao war zufrieden. Dann folgte die Einschränkung:
„Irgendwann ist allerdings nur noch ein Stein übrig.“
Damit war zugleich das Problem der Pyramidenspitze gelöst. Tatsächlich besaßen ägyptische Pyramiden einen obersten Abschlussstein, das sogenannte Pyramidion. Ein erhaltenes Pyramidion aus Dahschur befindet sich heute im Ägyptischen Museum.
Die Ägyptologie betrachtet dies als Bestandteil der altägyptischen Architektur und Symbolik. FASTWAHR erkennt darin zusätzlich den konsequenten Abschluss eines Sparprogramms:
Weniger als einen Stein konnte selbst die königliche Bauverwaltung nicht verbauen.
Danach verschwanden die Berater
Mit der Cheops-Pyramide war das Konzept perfektioniert. Das Bauwerk steht noch heute. Die geheimnisvollen Berater dagegen verschwanden aus den Aufzeichnungen. Jahrtausendelang findet sich keine Spur von ihnen.
Bis zum Jahr 1888.
Und an dieser Stelle bekommt unsere Geschichte ein Problem. Denn jetzt wird sie plötzlich wahr.
4.500 Jahre später taucht der Uhu wieder auf
Am 18. November 1888 wurde ausgerechnet in Alexandria in Ägypten eine schlaraffische Colonie Alexandria (97) gegründet. Das ist keine Erfindung von FASTWAHR. Die Colonie hat tatsächlich existiert. Eine historische Übersicht nennt sowohl das genaue Gründungsdatum als auch ihre Nummer 97. Bereits 1889 wurde sie wieder aufgelöst.
Und es kommt noch besser. Von dieser kurzlebigen Colonie sind tatsächlich Unterlagen und Fotografien erhalten geblieben. Eine schlaraffische Veröffentlichung berichtet von einem wiedergefundenen Konvolut mit Ritterbrief und Fotoalbum und nennt den Diplomaten Albert Schinzinger als zentrale Persönlichkeit. Sein Weggang soll wesentlich dazu beigetragen haben, dass die Colonie schon nach etwa einem Jahr wieder verschwand.
Damit stellt sich zwangsläufig eine Frage: Warum gründeten Schlaraffen ausgerechnet in Ägypten eine Colonie, die bereits ein Jahr später wieder verschwand?
Die konventionelle Erklärung lautet: personelle Umstände. FASTWAHR hält daneben eine zweite Erklärung für prüfenswert.
Möglicherweise handelte es sich lediglich um eine Bauabnahme
Zwischen der Errichtung der Cheops-Pyramide und der Gründung der Colonie Alexandria lagen ungefähr viereinhalb Jahrtausende. Für ein bedeutendes Bauwerk erscheint eine gelegentliche Kontrolle nicht unangemessen. Die Mitglieder der Colonie mussten demnach lediglich feststellen:
Steht die Pyramide noch? Ja. Hat sich die nach oben abnehmende Bauweise bewährt? Offensichtlich. Ist eine weitere Betreuung erforderlich? Nein.
Die Colonie konnte geschlossen werden. Dass sie bereits 1889 wieder verschwand, wäre damit erstmals vollständig erklärt.
Die FASTWAHR-Redaktion weist allerdings darauf hin, dass für diese Interpretation bislang keinerlei belastbare historische Belege gefunden wurden.
Was angesichts der Eindeutigkeit der baulichen Situation beinahe überrascht.
Was davon stimmt
Die echten Fakten zu Cheops-Pyramide · Knickpyramide · Rote Pyramide · Djoser-Pyramide
- Wahr: Die Pyramidenform entwickelte sich schrittweise – von frühen Mastaba-Gräbern über Djosers Stufenpyramide und die Bauversuche unter Snofru bis zu den großen Pyramiden der 4. Dynastie.
- Wahr: Die Knickpyramide von Dahschur änderte während der Errichtung ihren Neigungswinkel von 55 auf 43 Grad – nach Angaben des ägyptischen Ministeriums wegen Instabilität.
- Wahr: Snofrus Rote Pyramide gilt als erste erfolgreich vollendete echte Pyramide mit glatten Seiten.
- Wahr: Die Cheops-Pyramide war ursprünglich etwa 146,5 Meter hoch und blieb rund 3.800 Jahre das höchste Bauwerk der Welt.
- Wahr: In Alexandria wurde am 18. November 1888 die Schlaraffia Colonie Alexandria (97) gegründet. Sie bestand nur ungefähr ein Jahr; Fotografien und Unterlagen sind erhalten.
- Erfunden: dass Schlaraffen Snofru oder Cheops beim Pyramidenbau beraten haben.
- Erfunden: das „Gesetz der nach oben abnehmenden Baukosten“.
- Erfunden: dass die Colonie Alexandria gegründet wurde, um nach 4.500 Jahren die Pyramiden abzunehmen. Zumindest konnten wir dafür bislang keine Rechnung finden.
- KI-generiert: das Bild.
Historische Zuverlässigkeit: 6 %FASTWAHR-Faktor: 94 %
Quellenlage: äußerst bedenklich. Pyramidenlage: weiterhin stabil.
Weiterführende Informationen
Hintergrund
- Ministerium für Tourismus und Altertümer: The Great Pyramid egymonuments.gov.eg
- Ministerium für Tourismus und Altertümer: The Bent Pyramid egymonuments.gov.eg
FASTWAHR ist Satire und Parodie. Die Bilder sind KI-generiert; dargestellte Personen, Wappen und Aufschriften sind erfunden. Anspielungen auf bekannte Werke sind als Parodie gemeint. Mehr dazu


