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Große Persönlichkeiten

Episoden, die es zweimal nicht gegeben hat

Große PersönlichkeitenBasel · 1827-1880

1880 tauchte vor Basel eine geheimnisvolle Insel auf. Kurz darauf wurden dort Ritter gesichtet.

Ein dunkles Eiland, steile Felsen, schwarze Zypressen und ein Boot, das lautlos auf eine rätselhafte Öffnung zufährt: Arnold Böcklin schuf 1880 eines der berühmtesten Bilder des 19. Jahrhunderts. Ausgerechnet im selben Jahr entstand in seiner Heimatstadt Basel eine Gemeinschaft, die ebenfalls Burgen, Ritter und eine Welt erfand, die auf keiner gewöhnlichen Landkarte zu finden ist. Ein Zusammenhang wäre ausgesprochen praktisch. Es gibt nur ein Problem: Niemand kann ihn belegen.

Große PersönlichkeitenLandshut · 1868-1908

In Landshut wurde 1868 ein Ritterssohn geboren. Vierzig Jahre später wurden plötzlich weitere Ritter gebraucht.

Sein Vater war tatsächlich Ritter, der Sohn wurde einer der bedeutenden deutschen Maler, und ausgerechnet in seiner Geburtsstadt begann einige Jahrzehnte später eine Gemeinschaft damit, Männer ebenfalls zu Rittern zu machen. FASTWAHR hat untersucht, ob Landshut möglicherweise länger an einem alten Titel festhielt, als allgemein bekannt ist.

Große PersönlichkeitenEssen · 1902-1994

Dieser Essener wurde mit 41 noch einmal Schüler. Seine Heimatstadt kannte das Prinzip längst.

Ein erwachsener Mann setzt eine Schülermütze auf, gibt sich einen anderen Namen und beginnt freiwillig noch einmal von vorn. Millionen Deutsche kennen die Geschichte. Weniger bekannt ist, dass in seiner Geburtsstadt schon lange zuvor Männer einem erstaunlich ähnlichen Prinzip folgten – nur dass dort eine Schülermütze nicht ausreichte.

Große PersönlichkeitenMünchen · 1953–1993

Pumuckl und Meister Eders geheimnisvolle Abende

Pumuckl hatte einen Verdacht. Meister Eder verschwand an manchen Abenden, ohne zu verraten, wohin er ging. Also folgte ihm der Kobold heimlich durch München – und entdeckte einen Ort, an dem Eder plötzlich nicht mehr Eder hieß. Dass Pumuckl dort ausgerechnet einen Uhu als Versteck wählte, sollte sich als Fehler erweisen.

Große PersönlichkeitenMechtshausen / Hildesheim · 1898–2026

Einmal im Jahr bekommt Wilhelm Busch Besuch von Rittern

In einem kleinen Dorf am Harz liegt Wilhelm Busch seit 1908 begraben. Meistens hat er dort seine Ruhe. Doch einmal im Jahr marschieren Männer in Ritterrüstungen zu seinem Grab, eine Kanone wird abgefeuert und anschließend wird um eine Kette gekämpft. Mit Gedichten. Eine Geschichte, die verdächtig erfunden klingt.

Große PersönlichkeitenEisenach · 1894–2026

Dreißig Jahre lang hatte er eine Burg. Dann brauchte er plötzlich noch eine.

Hans Lucas von Cranach hatte einen Arbeitsplatz, um den ihn vermutlich mancher Zeitgenosse beneidete. Er verwaltete eine der berühmtesten Burgen Deutschlands, umgab sich mit Kunst, veranstaltete historische Kostümfeste und schlüpfte gelegentlich selbst in eine Rüstung. Im Jahr seines 30. Dienstjubiläums geschah dann etwas in Eisenach, das die Frage aufwirft, ob ihm die Wartburg am Ende nicht mehr genügte.

Große PersönlichkeitenTeneriffa · 1799–1859

Sechs Tage auf einer Insel – und mehr als ein Jahrhundert später bekam er einen neuen Namen

Alexander von Humboldt wollte 1799 nach Amerika. Teneriffa war nur eine Zwischenstation. Doch der kurze Aufenthalt führte ihn auf den Teide und wurde zu einem wichtigen Erlebnis für seine Vorstellung von der Ordnung der Natur. Dass Humboldt später ausgerechnet unter dem Namen „Kosmos“ in einer Gemeinschaft auftauchte, die es zu seinen Lebzeiten noch gar nicht gab, macht die Geschichte nicht übersichtlicher.

Große PersönlichkeitenMühlhausen · 1806–1922

Als er Mühlhausen verließ, nahm er eine Zeichnung mit. Jahrzehnte später erkannte man die Idee in New York wieder.

Johann August Röbling verließ 1831 seine Heimatstadt Mühlhausen und wanderte nach Amerika aus. Dort wurde aus ihm John A. Roebling, einer der bedeutendsten Brückenbauer des 19. Jahrhunderts. Sein berühmtestes Projekt verband schließlich Manhattan mit Brooklyn. Eine bislang unbeachtete Zeichnung aus seiner Jugend legt allerdings nahe, dass die entscheidende Idee erheblich älter gewesen sein könnte.

Große PersönlichkeitenCelle · 1805–1895 (nach eigenen Angaben)

Bögeholz-Institut weist Zweifel an Existenz seines Forschungs­gegenstandes zurück

Celle. Neue Untersuchungen stellen 130 Jahre Bögeholz-Forschung infrage. Der Heimatdichter Otto Bögeholz, geboren 1805 in Tatenhausen, gestorben 1895 ebenda, hat nach Erkenntnissen von FASTWAHR möglicherweise nie gelebt. Das Bögeholz-Institut am Hofe der Schlaraffia Cell-Erika sieht darin keinen Grund, die Arbeit einzustellen. Im Gegenteil: Das Lebenswerk wächst weiter.