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Was davon stimmt
Alle belegten Fakten hinter den FASTWAHR-Satiren an einem Ort: echte Orte, Personen und Ereignisse – mit Quellen und Auflösung jeder Geschichte.
Jede FASTWAHR-Geschichte endet mit einer Auflösung. Hier stehen alle an einem Ort – für alle, die es genau wissen wollen.
In Ansbach tauchten 1881 Männer mit neuen Namen auf. Ausgerechnet hier.
- Wahr: Kaspar Hauser tauchte 1828 in Nürnberg auf und lebte ab Dezember 1831 in Ansbach. Er arbeitete als Schreiber beim Appellationsgericht, wurde im Dezember 1833 im Hofgarten mit einer Stichwunde verletzt und starb am 17. Dezember 1833 in seiner Wohnung in der Pfarrstraße 18. Seine Herkunft ist bis heute umstritten.
- Wahr: Ansbach erinnert an ihn mit Wohnhaus, Grab, Gedenkstein im Hofgarten, Festspielen und seit Mai 2007 mit „Kaspars Baum“ von Jaume Plensa am Montgelasplatz.
- Wahr: Die Schlaraffia Onoldia (31) wurde am 11. Oktober 1881 gegründet und sippt heute in der Schalksburg in Ansbach.
- Nicht belegt: dass Norimberga und Turicensis ihre Mutterreyche waren.
- Erfunden: jeder Zusammenhang zwischen Kaspar Hauser und der Onoldia, das Gründungsprotokoll und das Schreiben der Stadtverwaltung.
- KI-generiert: das Bild. Es ist keine historische Aufnahme.
Am 10. Oktober 1859 wurde in Prag etwas gegründet. Merkwürdig ist nur, was dabei alles fehlte.
- Wahr: Die Schlaraffia entstand am 10. Oktober 1859 in Prag aus dem Proletarier-Club. Dessen Mitglieder hatten den Künstlerverein Arcadia verlassen, nachdem der Sänger Albert Eilers bei seiner Aufnahme als „Proletarier“ geschmäht worden war; sie gaben sich Namen wie Taktstock-, Feder-, Bass- und Tenorproletarier.
- Wahr: Eilers rief am 10. Oktober zum Zusammenhalt auf, Allram dichtete das Stiftungslied, Kapellmeister Wilhelm Jahn schrieb die Noten auf die Rückseite eines Speisezettels. Gegründet wurde in Freund’s Restauration an der Ecke Wassergasse und Grube; den Hopfenstock bezog die Runde erst im Herbst 1860.
- Wahr: Die Gründer trugen bürgerliche Kleidung und wurden mit „Meine Herren“ angesprochen; erst ab dem 27. November 1860 hieß es „Schlaraffen hört!“. Kappen, Ritterschlag und Ceremonial kamen später. Der Name „Schlaraffia“ steht nicht in den ursprünglichen Strophen des Stiftungsliedes.
- Wahr: Unter einem ausgestopften Uhu, einer Jagdtrophäe des Wirts, fand die Gründung statt. Laut Prager Vereinsregister von 1861 sollte man sich durch „Heiterkeit und harmlosen Scherz“ unterhalten; Politik und Religion waren untersagt.
- Erfunden: fast nichts. Nur die „strategische Humorabwehr“ ist ein FASTWAHR-Begriff.
- KI-generiert: das Bild. Es ist keine historische Aufnahme.
In Magdeburg gab es Ritter, von denen heute kaum noch jemand etwas weiß
- Wahr: Otto von Guericke wurde 1602 in Magdeburg geboren, war Bürgermeister der Stadt und gehört zu den Pionieren der Vakuumtechnik. Er starb 1686. Die Magdeburger Halbkugeln bestanden aus Kupfer; nach dem Abpumpen der Luft presste der äußere Luftdruck sie so fest zusammen, dass Pferdegespanne sie kaum trennen konnten.
- Wahr: 1654 zeigte Guericke auf dem Reichstag in Regensburg Vakuumversuche. Der erste große Pferdeversuch mit den Halbkugeln fand wahrscheinlich 1657 in Magdeburg statt.
- Wahr: Die Schlaraffia Magdeburgia (47) wurde im Oktober 1882 in Magdeburg gegründet und 1883 als Reych anerkannt. In der NS-Zeit löste sie sich auf und erwachte danach nicht wieder.
- Erfunden: Dass die Magdeburger Schlaraffen Guerickes Vakuumprinzip gesellschaftlich weiterentwickelt hätten. Es gab weder ein schlaraffisches Vakuumverfahren noch den Versuch, durch Entfernen von Amt, Würden und Alltag einen Ritter zu erzeugen.
- KI-generiert: Das Bild ist eine frei gestaltete KI-Szene und kein Porträt Otto von Guerickes.
In Landshut wurde 1868 ein Ritterssohn geboren. Vierzig Jahre später wurden plötzlich weitere Ritter gebraucht.
- Wahr: Max Slevogt wurde am 8. Oktober 1868 in Landshut geboren. Sein Vater Friedrich Ritter von Slevogt war bayerischer Hauptmann und hatte 1866 den persönlichen Adel erhalten; er starb 1870. Max wuchs in Würzburg auf, studierte in München und Paris, ging 1901 nach Berlin und erwarb 1914 Neukastel in der Pfalz. Er zählt zu den bedeutenden deutschen Impressionisten.
- Wahr: Slevogt zeichnete für „Jugend“ und „Simplicissimus“. Seine „Danaë“ wurde 1899 aus der Ausstellung der Münchner Secession entfernt.
- Wahr: Die Schlaraffia Landeshuota (167) entstand 1908 in Landshut und besteht bis heute; ihre Drei Helmen Burg liegt in der Altstadt. Die Ritternamen „Grad-an der Wurstige“, „Schmai der Eichelober“, „Gifterl der Ungefährliche“ und „Wohllaib der Trutzige mit dem Maulkorb“ sind in Akten der Landeshuota im Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz belegt.
- Nicht belegt: Eine Verbindung zwischen Slevogt und der Landeshuota. Wir haben keinen Hinweis gefunden, dass er Schlaraffe war oder das Reych kannte.
- Erfunden: Eine städtische Ritterquote, ein kommunales Wiederansiedlungsprogramm für Ritter, die Fragen des bayerischen Innenministeriums und der Ritter Farbklecks der Unverwischbare.
- KI-generiert: Das Bild ist eine frei gestaltete KI-Szene und kein Porträt Max Slevogts.
In Erfurt verschwanden 30 Häuser von einer Brücke. Abgerissen wurden sie offenbar nicht.
- Wahr: Die Krämerbrücke gilt als längste durchgehend mit Häusern bebaute und bewohnte Brücke Europas. 1156 wird erstmals eine Marktbrücke erwähnt, 1325 war die Steinbrücke vollendet, in ihren Pfeilern liegen Kellergewölbe. Nach dem Stadtbrand von 1472 entstanden feste Häuser; aus ursprünglich 62 schmalen Häusern wurden durch Zusammenlegung die heutigen 32.
- Wahr: Auf der Brücke wurde mit wertvollen Waren gehandelt, darunter Seide, Gewürze, Gold und Waid. Durch den Torbogen der Ägidienkirche betritt man die Brücke. Dass Luther an der Lutherstiege gebettelt habe, nennt Erfurt Tourismus eine Legende.
- Wahr: Die Schlaraffia Erforda (112) wurde im April 1891 gegründet und im Dezember 1892 sanktioniert. 1937 wurde sie verboten, 1945 sippte sie wieder.
- Erfunden: Die Verbindung zwischen Krämerbrücke und Erforda. Nichts deutet darauf hin, dass die Brücke Vorbild für das schlaraffische Spiel in Erfurt war.
- KI-generiert: Das Bild ist eine frei gestaltete KI-Szene und keine historische Aufnahme.
Die Brüder Grimm beschrieben das Schlaraffenland. Jahrzehnte später tauchten in Kassel tatsächlich Schlaraffen auf.
- Wahr: Jacob und Wilhelm Grimm lebten und arbeiteten viele Jahre in Kassel. In ihren „Kinder- und Hausmärchen“ steht als Nummer 158 „Das Märchen vom Schlauraffenland“. Es ist ein Lügenmärchen: Ein Pflug ackert ohne Ross und Rinder, ein Habicht schwimmt über den Rhein, eine Schnecke erschlägt zwei Löwen. Gebratene Tauben kommen darin nicht vor.
- Wahr: Das Schlaraffenland ist viel älter als die Grimms. Hans Sachs schrieb schon 1530 sein Gedicht „Das Schlaraffenland“.
- Wahr: Die Schlaraffia entstand am 10. Oktober 1859 in Prag. Die Chasalla (51) in Kassel wurde im Herbst 1883 gegründet; nach eigener Darstellung trafen sich am 26. September 1883 die ersten Männer. In der Schlaraffensprache heißt Bier Quell und Wein Lethe.
- Nicht belegt: Ein Zusammenhang zwischen dem Grimm-Märchen und der Gründung der Chasalla. Nichts deutet darauf hin, dass die Kasseler Schlaraffen ihr Reych wegen KHM 158 gründeten.
- Erfunden: Die Vermutung, jemand habe bei der Gründung den Grimm-Band aufgeschlagen und Kassel deshalb für prädestiniert gehalten.
- KI-generiert: Das Bild ist eine frei gestaltete KI-Szene und keine historische Darstellung.
Zürich bekam 1880 einen Uhu. Den Böögg verbrannte man später lieber.
- Wahr: Die Schlaraffia Turicensis (19) wurde am 5. Oktober 1880 in Zürich gegründet und war das erste Schlaraffenreych der Schweiz. Ihre Gründungsurkunde ist erhalten; darin heißt es, Zürich, „die altberühmete Veste an der grünen Limmat am schönen See“, pflanze als „Erste in der freien Helvetia“ das „Banner Uhus“ auf seine Zinnen.
- Wahr: Die Urkunde erlaubte, die bei der Gründungssippung anwesenden Profanen ohne vorherigen Dienst als Prüflinge, Knappen und Junker zu Rittern zu schlagen.
- Wahr: Bööggen wurden in Zürich schon vor 1880 verbrannt, zunächst unabhängig vom Sechseläuten der Zünfte. Erst 1892 übernahmen die Zünfte die Verbrennung; die Schneemann-Gestalt aus Watte gibt es seit Anfang des 20. Jahrhunderts. Der Böögg ist rund 3,40 Meter hoch und steht auf einem etwa zehn Meter hohen Holzstoß, das Feuer wird um 18 Uhr entzündet.
- Wahr: 2006 entführten Aktivisten den Böögg vor dem Fest. 2024 fiel die Verbrennung in Zürich wegen starken Windes aus; der Böögg wurde zwei Monate später in Heiden (Appenzell Ausserrhoden) verbrannt.
- Nicht belegt: Das Gewicht des Bööggs von rund 100 Kilogramm haben wir in keiner verlässlichen Quelle gefunden.
- Erfunden: Dass Zürich je zwischen Uhu und Böögg über deren künftige Verwendung entschieden hätte. Es gab keine Auswahlkommission, keine gemeinsame Bewerbung und, soweit wir feststellen konnten, auch keinen Schlaraffen, der vorgeschlagen hätte, den Uhu zu verbrennen.
- KI-generiert: Das Bild ist eine frei gestaltete KI-Szene und keine historische Aufnahme.
Nürnberg hatte sie längst verloren. Am 4. Oktober begann etwas merkwürdig Vertrautes.
- Wahr: Nürnberg war eines der bedeutendsten Zentren des Meistergesangs, besonders im 15. und 16. Jahrhundert. Die Meistersinger organisierten ihre Kunst nach festen Regeln und Rangstufen; Merker beurteilten die Vorträge anhand der Tabulatur, einem Katalog von Fehlern. Die Nürnberger Gesellschaft löste sich 1778 auf.
- Wahr: Hans Sachs (1494-1576) war Schuhmacher und der produktivste Meistersinger; ihm werden rund 4.300 Meisterlieder zugeschrieben. Richard Wagner machte ihn zur Hauptfigur seiner Oper „Die Meistersinger von Nürnberg“ (1868).
- Wahr: Die Schlaraffia Norimberga (17) wurde laut eARA-Archiv am 4. Oktober 1880 von der Allmutter Praga begründet. Sie sippt bis heute, und zwar in der Hans-Sachs-Burg.
- Erfunden: jede Verbindung zwischen Meistersingern und Norimberga, der Rathausvermerk und das Kulturförderprogramm zur Wiederansiedlung dichtender Herren.
- KI-generiert: das Bild. Es ist keine historische Aufnahme.
Dieser Essener wurde mit 41 noch einmal Schüler. Seine Heimatstadt kannte das Prinzip längst.
- Wahr: Heinz Rühmann wurde am 7. März 1902 in Essen geboren und starb am 3. Oktober 1994.
- Wahr: In der „Feuerzangenbowle“ (gedreht 1943, Premiere am 28. Januar 1944) spielt Rühmann den erfolgreichen Schriftsteller Dr. Johannes Pfeiffer, der wegen seines Privatunterrichts nie eine Schule besucht hat und sich deshalb als Schüler in ein Gymnasium einschleicht. Bei den Dreharbeiten war Rühmann 41 Jahre alt.
- Wahr: Die Schlaraffia Assindia (50) in Essen ist das älteste Schlaraffenreych des Ruhrgebiets. Schlaraffen tragen im Spiel eigene Namen, und wer dazugehören möchte, durchläuft die Stufen Prüfling, Knappe und Junker bis zum Ritterschlag.
- Erfunden: jede Verbindung zwischen Rühmann, seiner Rolle und der Assindia. Rühmann war nach allem, was bekannt ist, kein Schlaraffe.
- KI-generiert: das Bild. Es ist weder eine historische Aufnahme noch ein Filmstandbild.
Am 2. Oktober begann in Berlin eine Nacht in Venedig. Nur Wien war damit nicht ganz zufrieden.
- Wahr: Johann Strauss’ Operette „Eine Nacht in Venedig“ wurde 1883 in Berlin uraufgeführt, im Neuen Friedrich-Wilhelmstädtischen Theater – als einzige seiner Operetten außerhalb Wiens. Werkverzeichnisse nennen den 3. Oktober, andere Chroniken den 2. Oktober. Die Wiener Erstaufführung folgte am 9. Oktober 1883 im Theater an der Wien.
- Wahr: Eduard Bachmann (1831–1880), Oboist und später Tenor, spielte 1853 in der Kapelle Johann Strauss’. 1859 gehörte er als „Jagu mit der rothen Cravatte“ zu den 23 Gründern der Schlaraffia in Prag und wurde der erste Schatzmeister der Praga.
- Wahr: Die Schlaraffia Vindobona (24) entstand 1880 in Wien.
- Erfunden: Bachmanns Ausspruch über den Ort einer Handlung, die schlaraffische Debatte über Berlin und Venedig und alle Bemühungen der Vindobona um die geographische Zuständigkeit der Operette.
- KI-generiert: das Bild. Es ist keine historische Aufnahme.
Am 1. Oktober verschwand plötzlich der Umschlag. Das schuf ein völlig neues Problem.
- Wahr: Am 1. Oktober 1869 führte die österreichische Post die Correspondenzkarte ein – zum halben Briefporto und ohne Umschlag. Vorgeschlagen hatte sie Emanuel Herrmann. Bis Jahresende wurden über drei Millionen Stück verkauft.
- Wahr: Die Schlaraffia Vindobona wurde am 2. Dezember 1880 als 24. Reych gegründet, nachdem weitere Schlaraffen nach Wien gezogen waren. Nach dem Ersten Weltkrieg zählte sie an die 600 Mitglieder; 1923 erwarb sie das Haus Währinger Straße 85, bis heute ihre Burg.
- Wahr: Sippung, Burg, Einritt, Fechsung und „Lulu“ gehören zur Sprache des schlaraffischen Spiels.
- Erfunden: der ratlose Postbeamte, die zitierte Karte und die Behauptung, die schlaraffische Sprache habe je offene Nachrichten geschützt.
- KI-generiert: das Bild. Es ist keine historische Aufnahme.
Seit 500 Jahren soll dieser Turm verhindern, dass etwas nach außen dringt. Inzwischen gelingt das nicht mehr.
- Wahr: Der Dicke Turm entstand um 1500 als Geschützbollwerk der Friedberger Reichsburg – Mauern über fünf Meter stark, ein Kuppelgewölbe von rund zehn Metern. Die Straßenführung von 1840/41 trennte ihn von den übrigen Wehranlagen; heute ist er Kulturdenkmal des Landes Hessen.
- Wahr: Nach der Chronik des Reyches vermaß der Architekturstudent Armin Gruber 1926 für seine Dissertation die Reichsburg und entdeckte dabei den Turm als Burg für die Schlaraffia Nauinheimbia Wettereiba aurea (247). Seit 1927 wird dort gesippt (die reychseigenen Unterlagen nennen teils auch 1926).
- Erfunden: die Sicherheitsuntersuchung, sämtliche Gutachten zur Durchlässigkeit historischer Mauern für Gedichte und der Humor als Baumangel.
- KI-generiert: das Bild. Es ist keine historische Aufnahme.
Archäologen hielten diese kleine Figur für einen Fund. Dann tauchte sie auch in Deutschland auf.
- Wahr: Tenochtitlan, die Hauptstadt der Mexica, lag im Gebiet des heutigen México City; bei Bauarbeiten und Grabungen kommen dort bis heute Zeugnisse dieser Vergangenheit zum Vorschein.
- Wahr: In México City gibt es die Schlaraffia Tenochtitlan (358). Ihr Ahne ist der „lachende Indio“ – eine kleine Figur, die ein Schlaraffe für eine eigene Darbietung (Fechsung) bei einer Sippung erhalten kann. Das Foto am Ende des Beitrags zeigt das echte Stück.
- Erfunden: die Ausgrabung, die wissenschaftliche Untersuchung, die rätselhafte Verbreitung und sämtliche Archäologen, die ein präkolumbisches Belohnungsritual vermuteten.
- KI-generiert: das Titelbild. Das Foto des Ahnen ist echt.
Das Geheimnis hinter der Augsburger Puppenkiste
- Wahr: Walter Oehmichen (1901–1977) gründete mit seiner Familie die Augsburger Puppenkiste, die am 26. Februar 1948 eröffnete. Als Sasse der Schlaraffia Augusta Vindelicorum trug er den Namen Mago der Poppenspäler; das Reych führt ihn unter seinen Ehrenschlaraffen.
- Wahr: Sein Schwiegersohn Hanns-Joachim Marschall (1927–1999) übernahm 1973 mit Hannelore Oehmichen die Leitung der Puppenkiste. Als Rt. Magoletto der Spielkreuzritter saß er laut Augusta Vindelicorum viele Jahre auf dem Thron des Reyches.
- Wahr: Die Augusta Vindelicorum bucht für die Puppenkistensippung die gesamte Augsburger Puppenkiste – angekündigt für den 12. März 2027 als geschlossene schlaraffische Veranstaltung.
- Erfunden: die Spurensuche – niemand hielt „Mago“ je für eine verschollene Marionette oder für einen geheimen Titel, der mit der Leitung der Puppenkiste weitergegeben wurde.
- KI-generiert: das Bild. Es ist keine historische Aufnahme.
Pumuckl und Meister Eders geheimnisvolle Abende
- Wahr: Gustl Bayrhammer (1922–1993), der Meister Eder aus „Meister Eder und sein Pumuckl“, war Schlaraffe mit dem Namen Ritter Skipps ben Kneißl. Den Namen nahm er von der Rolle des Matthew Skipps, die er damals am Tübinger Landestheater spielte.
- Wahr: 1953 gründete er mit anderen das Reych Hohentübingen (327). Später kam er über Carolsuhu (49) zur Monachia (15) nach München, war dort Hofnarr und prägte das Reych 19 Jahre lang als Oberschlaraffe.
- Erfunden: dass Pumuckl Meister Eder zu einer Sippung folgte, sich hinter dem Uhu versteckte, ihn nicken ließ und vor den Thron zitiert wurde.
- KI-generiert: das Bild. Es ist keine historische Aufnahme.
Einmal im Jahr bekommt Wilhelm Busch Besuch von Rittern
- Wahr: Wilhelm Busch zog 1898 zu seinem Neffen, Pfarrer Otto Nöldeke, ins Pfarrhaus Mechtshausen, bewohnte dort zwei Zimmer mit Blick zum Heber und starb am 9. Januar 1908; er liegt auf dem Friedhof des Ortes begraben. Das Pfarrhaus ist heute das Wilhelm-Busch-Haus.
- Wahr: Die Schlaraffia Hildesia (190) aus Hildesheim führt Busch als Ehrenschlaraffen „Hans Huckebeyn“ und zieht jedes Jahr zum Huckebeynritt an sein Grab – beim 96. Ritt 2015 mit Fanfaren, Salutschüssen aus der Reychskanone, Ansprache und Kranz.
- Wahr: Im anschließenden Huckebeyn-Turney wird mit eigenen Beiträgen gewetteifert; der Sieger trägt ein Jahr lang die Hans-Huckebeyn-Kette und den Titel „Edler von Mechtshausen“.
- Erfunden: das fürchterlich schlechte Gedicht am Grab und dass es zur Einführung des Turniers führte.
- KI-generiert: das Bild. Für das Seitenformat wurde es seitlich um Papierfläche erweitert.
Mehr als 120 Jahre lang suchte Lübeck nach den echten Buddenbrooks. Eine Liste dreht die Sache plötzlich um.
- Wahr: Thomas Mann wurde 1875 in Lübeck geboren; „Buddenbrooks. Verfall einer Familie“ erschien 1901. In Lübeck kursierten Schlüssellisten, die Romanfiguren realen Vorbildern zuordneten. Mann schrieb 1905 („Bilse und ich“), das Buch mache in Lübeck „Aufsehen und böses Blut“.
- Wahr: Die Schlaraffia Lubeca (57) wurde 1883 gegründet und führt als Ehrenschlaraffen Emanuel Geibel („Junius“), Clara Schumann („Donna Clara“), Georg Kreisler („Alpenglühen“) – und Thomas Mann als „Buddenbrook“.
- Erfunden: die geheimnisvolle zusätzliche Schlüsselliste und dass diese Namen je mit der Suche nach den Vorbildern der Buddenbrooks verwechselt wurden.
- KI-generiert: das Bild. Es ist keine historische Aufnahme.
Dreißig Jahre lang hatte er eine Burg. Dann brauchte er plötzlich noch eine.
- Wahr: Hans Lucas von Cranach trat am 4. April 1894 seinen Dienst auf der Wartburg an und war bis zu seinem Tod am 18. Oktober 1929 ihr Burghauptmann; Dienstherr war Großherzog Carl Alexander von Sachsen-Weimar-Eisenach.
- Wahr: Cranach fotografierte viel und liebte historische Kostümierungen. Am 8. Februar 1896 ließ er „Lutheri Einzug auf der Wartburg 1521“ nachspielen, am 13. Februar 1897 folgte ein kostümiertes Jagdfest; die Wartburg-Stiftung bewahrt Fotografien davon.
- Wahr: Laut Überlieferung des Eisenacher Reyches gehörte Cranach in der Gründungszeit zur Ysenaha. Die Ysenaha (243) entstand 1924 und wurde vom 6. bis 8. Juni 1925 durch die Allmutter Praga auf der Wartburg zum Reych erhoben.
- Wahr: Seit 2023 gibt es in Eisenach mit dem Feldlager Ysen-Aha wieder eine Schlaraffia; der heutige Burghauptmann war dort zu Gast.
- Erfunden: die Zwei-Burgen-Theorie und dass Cranach Schlaraffe wurde, weil ihm eine Burg nicht genügte.
- KI-generiert: das Bild.
Was die Schlaraffen ihrer Stadt schenken wollten, verlief zunächst genau nach Plan
- Wahr: Der Dürkheimer Wurstmarkt geht auf den Michaelismarkt an der Michaeliskapelle auf dem Michelsberg zurück; als Anfangsjahr gilt 1417. Wegen Platzmangels zog der Markt später hinunter auf die Brühlwiesen.
- Wahr: Die ursprüngliche Kapelle wurde 1601 abgebrochen. 1988 begann eine Initiative für den Wiederaufbau, 1990 wurde die neue Michaeliskapelle auf dem Michelsberg eingeweiht.
- Wahr: Die Schlaraffen An der Weinstrasse (368) unterstützten den Wiederaufbau und gehörten laut einem aktuellen Bericht zu den ersten Spendern. Zum 610. Wurstmarkt 2026 schenkte ihnen Junker Jochen aus Ludwigshafen ein Modell der Kapelle, gebaut von Krippenbaumeister Horst Ehrhardt.
- Erfunden: der Auftrag, die historische Michaeliskapelle für die Stadt wiederzuerrichten, die fehlenden Maßangaben, die Fortschrittsberichte und die Bauabnahme.
- KI-generiert: das Bild. Bauplan und „Bauauftrag“ im Bild sind erfunden.
Sechs Tage auf einer Insel – und mehr als ein Jahrhundert später bekam er einen neuen Namen
- Wahr: Humboldt und Aimé Bonpland verließen am 5. Juni 1799 La Coruña mit der Pizarro, waren vom 19. bis 25. Juni auf Teneriffa und bestiegen am 21./22. Juni den Teide. Am 23. Juni gab der Kaufmann Archibald Little im Garten von Sitio Litre (Puerto de la Cruz) ein Fest für Humboldt.
- Wahr: Am Teide beobachtete Humboldt die Abfolge der Vegetation mit der Höhe – ein Ausgangspunkt seiner Pflanzengeographie, die er in den Anden weiterführte.
- Wahr: Sein Alterswerk „Kosmos. Entwurf einer physischen Weltbeschreibung“ erschien ab 1845. Humboldt starb am 6. Mai 1859 in Berlin; die Schlaraffia entstand im Oktober 1859 in Prag.
- Wahr: Das Reych Rio Carioca (331) in Rio de Janeiro, gegründet 1956, führt Humboldt als Ehrenschlaraffen „ES Kosmos“. Wann es ihn dazu ernannt hat, nennt die Reychsseite nicht.
- Erfunden: die drei Begleiter am Teide, ihr „Etagen“-Modell des Berges, die Notiz auf der Rückseite und das Foto von 1799.
- KI-generiert: das Bild.
22 Jahre lang trug er diesen Namen. Dann gründete er ein Reych, wo es ihn wirklich gab.
- Wahr: Albert Eilers (1830–1896), Opernbassist, Dichter und Komponist, gehörte 1859 zum Prager Gründerkreis der Schlaraffia und hieß dort Ritter Graf Gleichen der Lindenmüller. In der Krise der jungen Gemeinschaft 1859 gilt er als einer, der sie zusammenhielt; viele frühe Schlaraffenlieder stammen von ihm.
- Wahr: Ab 1865 sang er am Hoftheater von Coburg und Gotha (bis 1882, danach Darmstadt). 1876 war er bei den ersten Bayreuther Festspielen der Fasolt im „Rheingold“.
- Wahr: Am 4. Februar 1881 gründete er mit fünf Theaterangehörigen die Kyborgia; 1882 trennten sich die Reyche Coburg (27) und Gotha (28). Die Gotaha wurde 1895 gestrichen, eine zweite Gotaha entstand 1904; 1937 wurde die Schlaraffia in Deutschland verboten.
- Wahr: Die Burg Gleichen bei Wandersleben wird 1034 erstmals genannt, war Sitz der Grafen von Tonna, die sich später Grafen von Gleichen nannten, und bildet mit Mühlburg und Veste Wachsenburg die Drei Gleichen. Mit ihr verbunden ist die Sage vom zweibeweibten Grafen, zu der eine Grabplatte im Erfurter Dom gehört.
- Wahr: Das Reych Zu den drey Gleichen (432) verbindet heute die schlaraffischen Traditionen von Arnstadt und Gotha.
- Erfunden: Eilers’ Besuch auf der Burg, seine Reaktion auf den Namen, die Notiz „Die Burg ist schon vorhanden. Es fehlen nur noch die Ritter.“ und ein Plan, der 145 Jahre später aufgeht.
- KI-generiert: das Bild.
Die Boote fuhren bergauf. Das war tatsächlich so geplant.
- Wahr: Der Morris Canal wurde ab 1825 gebaut, war 1831 durchgehend befahrbar, wurde 1836 bis Jersey City verlängert und 1924 aufgegeben. Er verband den Delaware bei Phillipsburg mit dem Hafen von New York und war je nach Quelle rund 102 bis 109 Meilen lang.
- Wahr: Er überwand insgesamt rund 1.674 Fuß (gut 500 Meter) Höhenunterschied – mit 34 Schleusen und 23 wassergetriebenen schiefen Ebenen, auf denen die Boote auf Wagen über Schienen gezogen wurden.
- Wahr: Frühe Boote trugen rund 25 Tonnen, ab etwa 1860 rund 70. Höhepunkt war 1866 mit 889.220 Tonnen Fracht, überwiegend Kohle und Eisenerz. Ab 1848 machte die Eisenbahn dem Kanal zunehmend Konkurrenz.
- Wahr: Dover geht auf die Eisenschmiede von John Jackson (1722) zurück, wurde 1869 Town und hatte ein Kanalbecken beim heutigen JFK Commons Park. 1848 erreichte die Morris and Essex Railroad die Stadt.
- Wahr: Die Schlaraffia Newarka (105) ist heute in Dover, New Jersey, zu Hause.
- Erfunden: das Foto mit den Schlaraffen am Modell, die Notiz „Warum muss das Wasser mit hinauf?“ und der Rat „Dann nehmt doch das Boot.“
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Acht Jahre lang gruben sie weiter. Niemand hatte gesagt, wann sie aufhören sollten.
- Wahr: Die Hohenburg liegt auf einem Basaltkegel rund 376 Meter über dem Meeresspiegel über Homberg (Efze). Ihr Burgbrunnen ist rund 150 Meter (546 Schuh) tief und zählt zu den tiefsten Burgbrunnen Europas.
- Wahr: Landgraf Moritz von Hessen ließ ihn 1605 bis 1613 anlegen. Bergleute aus dem Mansfeldischen arbeiteten sich zu zweit in Sechs-Stunden-Schichten durch über 120 Meter Basalt; befestigt wurde der Schacht mit 352 Steinringen und rund 4.000 Sand- und Tuffsteinen. Die Kosten werden mit 25.000 Gulden angegeben (Wikipedia nennt Taler).
- Wahr: 1636 hielt die Burg einer ersten Belagerung durch kaiserliche Truppen stand. Als die Angreifer vom Wassermangel erfuhren, kehrten sie zurück und nahmen sie am 3. August 1636 ein. Laut Wikipedia soll zuvor eine Frau in den Brunnenschacht gestürzt und das Wasser dadurch unbrauchbar geworden sein.
- Wahr: 1648 wurde die Burg für Hessen zurückerobert, danach verfiel sie und der Brunnen wurde verschüttet. Ab 1936 legten Homberger Bürger die Burg frei; 1997 bis 2001 wurde der Brunnen ausgeräumt, laut Burgberggemeinde mit 1.566 Einfahrten. Am 20. Juli 2001 war die Wassersohle erreicht.
- Wahr: In Homberg (Efze) sippt die Schlaraffia Zur Hohenburg (430).
- Erfunden: die Arbeitsanweisung „bis Wasser gefunden wird“, die jährlichen Sitzungen mit „Dann weiter.“ und die Herren mit den auffälligen Kopfbedeckungen.
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Eigentlich sollte niemand erfahren, was hinter dieser Tür geschah
- Wahr: Johannes Gutenberg entwickelte in Mainz den Buchdruck mit beweglichen Metalllettern zu einem Produktionssystem aus Letternguss, Satz, Druckfarbe und Presse.
- Wahr: Die 42-zeilige Bibel (B42) entstand etwa 1452 bis 1454/55 in rund 180 Exemplaren, etwa 150 auf Papier und 30 auf Pergament, mit rund 1.282 Seiten. Initialen und Schmuck wurden von Hand ergänzt.
- Wahr: Finanziert hatte Johannes Fust; der Streit um sein Geld endete 1455 vor Gericht, festgehalten im Helmaspergerschen Notariatsinstrument. Fust druckte danach mit Gutenbergs Mitarbeiter Peter Schöffer und brachte 1457 den Mainzer Psalter heraus.
- Wahr: Im Oktober 1462 wurde Mainz in der Mainzer Stiftsfehde erobert, Hunderte Bürger wurden vertrieben. Danach verbreitete sich der Buchdruck rasch in anderen Städten Europas.
- Wahr: In Mainz sippt seit 1882 die Schlaraffia Moguntia (45) – auf ihrer „Gutenberg-Burg“ im Heiliggeist.
- Erfunden: die Schlaraffen in Gutenbergs Werkstatt, die zwanzig voneinander abweichenden Einladungen und der Druck als Antwort auf falsch abgeschriebene Termine.
- KI-generiert: das Bild.
Die Tür führt nirgendwohin. Trotzdem klopfen nachts Menschen an.
- Wahr: Die Schlaraffia wurde am 10. Oktober 1859 in Prag gegründet. Die Praga war ihr erstes Reych und wurde 1876 als „Allmutter“ aller Reyche anerkannt.
- Wahr: 1896 legte Rt Barnabas der Steinreiche den Plan für eine eigene Burg in der Stephansgasse (heute Štěpánská 623/40) vor, Architekt war František Buldra. Von außen ein Zinshaus, lag der Rittersaal verborgen im Hofflügel. Am 13. November 1897 zog die Praga ein.
- Wahr: 1939 wurde die Praga zwangsweise aufgelöst. 1976 wurde der Abriss des Hofflügels mit dem Rittersaal beschlossen, das übrige Haus verschwand beim Umbau des Hotels Alcron in den 1990er-Jahren. Seit 1998 sitzt die historische Pforte als Blindtor in der Hotelfassade, darüber ein gegossener Uhu von knapp 75 Zentimetern, daneben seit 1999 eine zweisprachige Gedenktafel.
- Wahr: Gerettete Stücke der Burg liegen heute unter anderem in Bielefeld (Ahalla-Schrein), Braunau am Inn (Praga-Uhu) und Bern (Archiv). 2025 erschien in der Zeitschrift „Studia Musei Pragensis“ des Prager Stadtmuseums eine Studie von Renáta Kalašová zur Allmutterburg.
- Erfunden: das blaue Buch des Nachtportiers, die Klopf-Statistik, die „Lulu“-Antworten aus der Wand und der Titel „meistfotografierte Tür der Štěpánská“.
- KI-generiert: das Bild. Der Text der Tafel im Bild ist erfunden; die echte Gedenktafel hat einen anderen Wortlaut.
Erst hielt man den Schaden für repariert. Dann geschah es ein zweites Mal.
- Wahr: 1751 bestellte die Pennsylvania Assembly bei der Whitechapel Foundry in London eine Glocke für ihr State House, die heutige Independence Hall. Sie riss 1752 schon beim ersten Probeläuten; John Pass und John Stow gossen sie in Philadelphia zweimal neu, 1753 hing die heutige Glocke.
- Wahr: Die Glocke wiegt rund 943 Kilogramm (2.080 Pfund) und besteht zu etwa 70 Prozent aus Kupfer und 25 Prozent aus Zinn. Die Inschrift „Proclaim LIBERTY throughout all the Land unto all the Inhabitants thereof“ stammt aus der Bibel.
- Wahr: Den Namen „Liberty Bell“ prägten Abolitionisten ab 1835. Ob sie am 8. Juli 1776 zur ersten öffentlichen Verlesung der Unabhängigkeitserklärung läutete, ist möglich, aber nicht zeitgenössisch belegt.
- Wahr: Wann der erste Riss entstand, ist nicht überliefert. 1846 verbreiterten Metallarbeiter ihn per „stop drilling“; der auffällige breite Spalt ist diese Reparatur. Beim Läuten zu Washingtons Geburtstag im Februar 1846 riss die Glocke weiter – seither ist sie stumm.
- Wahr: Die Schlaraffia Filadelfia (128) wurde am 7. November 1895 gegründet und sippt heute in ihrer Pennburg in Warminster bei Philadelphia. Sie veranstaltet einen Glockenkongress, zu dem Schlaraffen weltweit Beiträge einsenden.
- Erfunden: die schlaraffischen Reparaturberater von 1846, das Foto, der Zettel „Nicht mehr schlagen“ und jede Verbindung zwischen Liberty Bell und Glockenkongress.
- KI-generiert: das Bild.
Die Leica entstand, weil in Wetzlar niemand mehr für ein Gruppenfoto stillhalten wollte
- Wahr: Oskar Barnack kam 1911 zu Leitz nach Wetzlar. Er war begeisterter Fotograf; als Grund für seine Suche nach einer leichteren Kamera wird auch sein Asthma genannt.
- Wahr: Barnack ließ den 35-mm-Kinofilm horizontal statt vertikal laufen und schuf so das Format 24 × 36 Millimeter. Im März 1914 notierte er laut Firmenarchiv „Lilliput-Kamera fertiggestellt“ – die Ur-Leica.
- Wahr: Seine Aufnahmen vom Wetzlarer Hochwasser 1920 gelten als erste Reportageserie mit einer 35-mm-Kleinbildkamera.
- Wahr: Leitz geht auf das 1849 von Carl Kellner gegründete Optische Institut in Wetzlar zurück.
- Wahr: Im Juni 1924 entschied Ernst Leitz II gegen viele Bedenken die Serienfertigung; überliefert ist sein Satz „Ich entscheide hiermit: Es wird riskiert.“ Im März 1925 wurde die Leica I auf der Leipziger Frühjahrsmesse vorgestellt.
- Wahr: In Wetzlar sippt das Schlaraffenreych Wetiflar (335), gegründet 1957 – also lange nach der Ur-Leica.
- Erfunden: das misslungene schlaraffische Gruppenfoto und die schlaraffische Anregung zur kleinen Kamera.
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Als er Mühlhausen verließ, nahm er eine Zeichnung mit. Jahrzehnte später erkannte man die Idee in New York wieder.
- Wahr: Johann August Röbling wurde am 12. Juni 1806 in Mühlhausen als Sohn eines Tabakhändlers geboren, studierte ab 1824 an der Berliner Bauakademie und wanderte 1831 mit seinem Bruder Karl nach Amerika aus, wo er die Siedlung Germania (später Saxonburg) mitgründete.
- Wahr: Ab 1841 entwickelte er in Saxonburg das Drahtseil weiter – Grundlage seiner Hängebrücken. Er entwarf die Brooklyn Bridge, verunglückte 1869 bei Vermessungsarbeiten und starb an Tetanus. Sohn Washington und Schwiegertochter Emily Warren Roebling vollendeten die Brücke; eröffnet 1883, Hauptspannweite rund 486 Meter.
- Wahr: Mühlhausen benannte 1883 eine Röblingstraße nach ihm; am Geburtshaus hängt seit 1876 eine Gedenktafel, seit 2007 steht eine Bronzestatue am Untermarkt.
- Wahr: Die Molhusia (224) wurde am 28. Januar 1922 gegründet, war 1950 bei der Auferstehungssippung der Thüringer Reyche in Weimar vertreten und ist inzwischen erloschen. Die Brooklynia (123) besteht seit 1894.
- Erfunden: die Jugendzeichnung vor dem Stadttor, die drei Begleiter und beide Notizen.
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Bad Orb stellte Salzproduktion um: Seitdem wird der Kunde direkt in die Sole gestellt
- Wahr: In Orb wurde über Jahrhunderte Salz aus Sole gewonnen; Stadt und Solequellen werden 1064 erstmals urkundlich erwähnt. Gradierwerke mit Schwarzdornreisig erhöhten den Salzgehalt, bevor die Sole in den Siedehäusern versotten wurde.
- Wahr: Gegen das bergmännisch gewonnene Steinsalz verlor die Saline im 19. Jahrhundert an Bedeutung; 1899 wurde die Salzgewinnung endgültig eingestellt.
- Wahr: 1837 nutzte der Apotheker Franz Leopold Koch die Sole für eine erste Badeanstalt. 1909 wurde Orb staatlich als Heilbad anerkannt und heißt seither Bad Orb.
- Wahr: Das erhaltene Gradierwerk wurde 1806 gebaut, ist 156 Meter lang und dient heute der Inhalation.
- Wahr: In Bad Orb sippt das Schlaraffenreych Orbaha Chattensis (279).
- Erfunden: die schlaraffische Beratung und der Kurbetrieb als Rationalisierungsmaßnahme der Salzindustrie.
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Jahrzehntelang lagen diese Werke in Büchern. Jetzt werden sie plötzlich zur Kunst.
- Wahr: In den Schmierbüchern der Schlaraffia halten Sassen und Gäste Sippungen und besondere Ereignisse mit Zeichnungen, Collagen, Kalligrafie und Texten fest – jede Seite in eigener Handschrift.
- Wahr: Die Schlaraffia Confluentia (225) in Koblenz residiert seit 1991 in der ehemaligen Pallottinerkapelle am Fuß der Festung Ehrenbreitstein und sippt von Oktober bis April dienstags. Bei früheren Ehrenbreitsteiner Kunsttagen stellten dort bereits schlaraffische Künstler aus.
- Wahr: Nach Ankündigung zeigt die Confluentia bei den Ehrenbreitsteiner Kunsttagen am 7. und 8. November 2026 ausgewählte Schmierbuchfechsungen und macht sie am Dienstag, 10. November, zum Thema ihrer Kunstsippung.
- Erfunden: das verschollene Protokoll, nach dem der Name „Schmierbuch“ vor Künstlerstolz schützen sollte, und der Uhuversalismus als Kunstrichtung.
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Was 1793 in Washington vergraben wurde, beschäftigt Experten bis heute
- Wahr: Am 18. September 1793 legte George Washington den Grundstein des U.S. Capitol, in einer Freimaurerzeremonie. Unter den Stein kam eine Silberplatte des Georgetowner Silberschmieds Caleb Bentley; geweiht wurde mit Korn, Wein und Öl, danach wurde ein 500 Pfund schwerer Ochse gegrillt.
- Wahr: L’Enfant nannte Jenkins’ Hill einen „Sockel, der auf ein Monument wartet“, lieferte aber keine Bauzeichnungen und wurde 1792 entlassen. Der Wettbewerb brachte 17 Entwürfe, die nicht überzeugten; der verspätete Entwurf des Arztes William Thornton aus Tortola gewann – Preis: 500 Dollar und ein Grundstück.
- Wahr: Stephen Hallet und George Hadfield wurden wegen eigenmächtiger Planänderungen entlassen, James Hoban brachte die erste Bauphase zu Ende. Der Sandstein kam aus Aquia in Virginia; 1800 zog der Kongress ein, obwohl noch Räume unfertig waren. 1814 brannten britische Truppen das Gebäude nieder.
- Wahr: Die Lage des Grundsteins geriet in Vergessenheit. 1991 suchten Fachleute des U.S. Geological Survey mit Bohrungen und auf Silber geeichten Metalldetektoren – ohne Erfolg. Später fand man einen auffallend großen Fundamentstein, den der Architect of the Capitol für den gesuchten hält; die Silberplatte verschwand vermutlich bei Bauarbeiten in den 1950er-Jahren.
- Wahr: Schlaraffia wurde 1859 in Prag gegründet – 66 Jahre nach der Grundsteinlegung. In Washington sippt heute die Washingtonia (197) in ihrer Potomacburg.
- Erfunden: die Schlaraffen bei der Grundsteinlegung und jeder Zusammenhang zwischen Schlaraffia und dem verschwundenen Stein.
- KI-generiert: das Bild.
Erst als jemand das Blatt umdrehte, begann das eigentliche Problem
- Wahr: Carl Scheufelen übernahm 1855 eine Papiermühle in Oberlenningen und baute sie zu einer Papierfabrik aus. 1892 übernahmen seine Söhne Adolf (Technik) und Heinrich (Kaufmännisches) die Leitung; einzelne Quellen nennen dafür schon 1888.
- Wahr: 1892 stellte Scheufelen auf einer selbst gebauten Streichmaschine als erste Fabrik in Europa zweiseitig gestrichenes Kunstdruckpapier her. Der Strich aus Pigmenten und Bindemitteln kam dem damals neuen Rasterdruck sehr entgegen. Ab 1895 hieß die Firma „Erste Deutsche Kunstdruck Papierfabrik Carl Scheufelen“.
- Wahr: Zum 100-jährigen Jubiläum des Kunstdruckpapiers richtete das Unternehmen 1992 im Schlössle Oberlenningen ein Museum für Papier- und Buchkunst ein. Die Papierproduktion in Oberlenningen endete 2021.
- Wahr: Die Schlaraffia Under Teck (333) sippt in Kirchheim unter Teck und veranstaltet öffentliche Vortragsabende in der Stiftsscheuer, darunter nach Ankündigung am 16. September 2026 einen Vortrag über Papier mit Dipl.-Ing. Kurt Hiller. Mit dem Kunstdruckpapier von 1892 hat das Reych nichts zu tun.
- Erfunden: der unbekannte Schlaraffe, seine Bestellung, die Reklamation „Vorderseite ausgezeichnet. Rückseite unbrauchbar.“ und die Nachfrage „Warum?“.
- KI-generiert: das Bild. Pläne, Schild und Personen im Bild sind erfunden.
53 Jahre Vorlauf: Wurde die Okerburg für die Schlaraffen gebaut?
- Wahr: Georg Ferdinand Howaldt (1802–1883) errichtete 1859 an der Braunschweiger Hochstraße eine Gießhalle. Sie bildet bis heute den nördlichen Teil der Okerburg.
- Wahr: In der Howaldtschen Werkstatt entstanden unter anderem der Heinrichsbrunnen, Reiterstandbilder und die erste Braunschweiger Quadriga. Statt des geplanten Bronzegusses wurde sie aus getriebenen Kupferplatten auf einem Metallgerüst gefertigt, weil Bronze für den Schlossbau zu schwer und zu teuer gewesen wäre.
- Wahr: 1905 entstand der zweigeschossige, burgartige Bau mit Elementen, wie man sie an der Burg Dankwarderode und am Braunschweiger Dom findet. 1906 endete der Gießereibetrieb.
- Wahr: 1912 kaufte die Schlaraffia Brunsviga den Komplex und baute ihn um. Den Turm setzten die Schlaraffen laut Der Löwe erst beim Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg auf, als Nachbildung des Dankwarderode-Turms.
- Erfunden: die Gießerei als jahrzehntelanger Tarnbetrieb für den Bau einer Schlaraffenburg.
- Erfunden: die Schlaraffen auf historischen Baustellenaufnahmen und unser Sachverständiger.
- KI-generiert: das Bild.
Jahrzehntelang suchte Schwerin nach ihm. Dann tauchte diese Aufnahme auf.
- Wahr: Das Petermännchen ist der sagenhafte Hausgeist des Schweriner Schlosses; die Stadt Schwerin spricht von mehr als 500 Sagen über ihn. Er erscheint als alter Mann mit weißem Bart, schwarzem Rock und Kappe oder als Reiter mit Degen und Federhut, stets mit Schlüsselbund und Laterne.
- Wahr: Laut Sage weckte er schlafende Wachsoldaten, vertrieb Diebe und Eindringlinge und verleidete Wallenstein das Schloss so sehr, dass dieser nach Güstrow auswich. Seine Kleidung kündigte Kommendes an: grau im Alltag, rot vor Kriegen, schwarz vor einem Todesfall im Fürstenhaus.
- Wahr: Beim Schlossbrand im Dezember 1913 soll er einer Tochter der großherzoglichen Familie erschienen sein; 1930 will ein Polizist im Burggarten eine Gestalt mit spitzem Hut gesehen haben.
- Wahr: Die Schlaraffia Suerina (79) besteht in Schwerin seit 1885. Ab 1947 sippte sie in der HO-Gaststätte „Theaterklause“ – im Petermännchen-Zimmer. Zu Weihnachten 1959 kam eine Strafverfügung, danach wurde im Verborgenen weitergesippt, in den 1970er- und 80er-Jahren im Schafstall von Rt Babyfex in Alt Meteln. 1997 wurde die Suerina wieder in die Allschlaraffia aufgenommen.
- Erfunden: der Arbeitsplatzwechsel des Petermännchens, sein Schlüsselbund bei der Suerina und das Foto mit dem Vermerk „Peter wieder da“.
- KI-generiert: das Bild.
Abriss alter Brauerei legt Schlaraffenburg frei
- Wahr: Die Bergedorfer Actien-Bier-Brauerei wurde 1863 gegründet und nahm 1864 den Betrieb auf. 1887 braute sie 38.758 Hektoliter, die vier traditionellen Bergedorfer Brauereien zusammen 6.455 Hektoliter.
- Wahr: Für die Kühlung entstanden teils zweistöckige, ziegelgewölbte Eiskeller von rund 5.000 Quadratmetern. Das Eis kam im Winter aus eigenen Brauereiteichen.
- Wahr: 1914 übernahm Holsten den Betrieb. Im Dezember 1965 brannten die Brauereigebäude ab; die Keller blieben erhalten und liegen heute unter Wohnhäusern aus den 1980er-Jahren.
- Wahr: Das Reych Im Sachsenwald (389) wurde 1976 gegründet. Seine Hubertusburg in den alten Brauereikellern an der Chrysanderstraße wurde 1987 geweiht. Seit 2019 ist es das VI. Quellreych.
- Erfunden: dass die Keller im 19. Jahrhundert als geheime Schlaraffenburg angelegt wurden.
- Erfunden: die Schlaraffen auf dem angeblich historischen Brauereifoto.
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Schlaraffen weisen Beteiligung an Gründung der Wartburg zurück
- Wahr: Die Wartburg führt ihre sagenhafte Gründung auf 1067 und Ludwig den Springer zurück. Urkundlich erwähnt wird sie erstmals 1080, bei Bruno von Merseburg als „Wartberg“.
- Wahr: Teil der echten Gründungssage ist, dass Ludwig auf einem Berg bauen wollte, der ihm nicht gehörte, und dafür Erde von seinem eigenen Besitz hinaufschaffen ließ.
- Wahr: Ebenfalls Teil der Überlieferung: Zwölf Ritter steckten ihre Schwerter in diese Erde und beschworen, Ludwig stehe auf eigenem Grund und Boden.
- Wahr: 1845/46 wurden bei den Arbeiten auf der Wartburg die sogenannten Schwurschwerter gefunden und mit der Sage verbunden. Je nach Quelle waren es zwölf oder dreizehn Stücke; die meisten erwiesen sich als eisenzeitliche Eisenbarren, zwei als Nachfertigungen.
- Wahr: Moritz von Schwind malte die Gründung der Wartburg („Wart, Berg, du sollst mir eine Burg werden“) im Zuge der Ausmalung der Burg in den 1850er-Jahren.
- Wahr: Die Schlaraffia wurde 1859 in Prag gegründet. Das Feldlager Ysen-Aha in Eisenach gibt es wirklich.
- Erfunden: die Stellungnahme von Ysen-Aha, unser schlaraffischer Sachverständiger und sämtliche Schlussfolgerungen über eine Beteiligung der Schlaraffia.
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Wie Thailand zu seinem eigenen Bier kam – und warum dabei deutsche Männer mit merkwürdigen Mützen auftauchen
- Wahr: Phraya Bhirom Bhakdi betrieb zuvor einen Fährdienst über den Chao Phraya zwischen Bangkok und Thonburi, der mit dem Bau der Brücken an Bedeutung verlor.
- Wahr: Der deutsche Ingenieur und Importeur Emil Eisenhofer brachte ihn mit deutschem Bier in Berührung. Bhirom Bhakdi reiste nach Europa, unter anderem nach Deutschland und Dänemark, und studierte das Brauwesen.
- Wahr: 1933 erhielt die Boon Rawd Brewery ihre Lizenz, gebaut wurde in Samsen am Chao Phraya in Bangkok; 1934 kamen die ersten Flaschen auf den Markt. Zu den ersten Marken gehörte Singha.
- Wahr: Das Castrum Siamesiae (383) entstand 1973 in Bangkok mit Ritter Nomadicus, Kanzler der deutschen Botschaft, und Ritter Gishi, Architekt des Botschaftsneubaus; Mutterreych war die Berolina. 1974 folgte das Stiftungsfest, ein Jahr später die Sanktion.
- Wahr: Ein Pilger schenkte der jungen Colonie einen ausgestopften Uhu vom Sonntagsmarkt. Seit 2022 gehört das Reych als Quellreych XIII zum Bund der Quellreyche und stempelt den Quellreych-Pass bei jeder Sippung.
- Erfunden: die schlaraffischen Bierberater der 1930er-Jahre, der Uhu als Markenvorschlag, schnelleres Trinken statt Kühltechnik und die 88-jährige Qualitätskontrolle. Einen belegten Zusammenhang zwischen thailändischem Bier und der Schlaraffia in Thailand gibt es nicht.
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Dürkheimer Riesenfass: Folge eines schlaraffischen Rechenfehlers?
- Wahr: Das Dürkheimer Riesenfass wurde 1934 von Küfermeister Fritz Keller errichtet. Bei 13,5 Metern Durchmesser fasst es rechnerisch rund 1,7 Millionen Liter und gilt als größtes Fass der Welt.
- Wahr: Verarbeitet wurden knapp 200 rund 40 Meter hohe Tannen aus dem Nordschwarzwald, daraus 178 Fassdauben von je 15 Metern Länge und 15 Zentimetern Stärke.
- Wahr: Wein war nie darin. Das Fass wurde als Gaststätte eingerichtet und bietet auf zwei Ebenen Platz für fast 430 Gäste.
- Wahr: Der Dürkheimer Wurstmarkt gilt als größtes Weinfest der Welt.
- Wahr: In Bad Dürkheim sippt seit 1969 das Schlaraffenreych An der Weinstrasse (368), freitags in der Letheburg.
- Erfunden: die schlaraffische Bedarfsberechnung, das falsch gesetzte Komma und die Umwidmung zur Gaststätte aus Verlegenheit.
- Erfunden: die Schlaraffen auf dem angeblichen Baustellenfoto von 1934.
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Acht Jahre lang suchten sie nach ihrer verschwundenen Idee. Dann gaben sie auf.
- Wahr: Auf dem Frankenstein über Bad Salzungen stand eine mittelalterliche Burg. Die heutige Ruine ist eine Kunstruine: Ein Frankenstein-Komitee sammelte dafür Geld, am 22. Juli 1888 war Baubeginn, am 6. September 1891 wurde sie unter großer Beteiligung der Bevölkerung eingeweiht.
- Wahr: Die Salsungia (130) wurde am 7. März 1896 in Salzungen gegründet (Mutterreych Meinungia, Farben Blau-Weiß) und löste sich 1904 freiwillig auf. Warum, ist nicht überliefert.
- Wahr: Am 11. Juni 1923 gründeten 67 Einwohner aus Salzungen, Allendorf und Kloster die Frankensteingemeinde – mit Schulze, Säckelwart, Gemeindepoet, Nachtwächter und Büttel. 1924 wurde ihre Klause übergeben; bis heute trifft sich der Verein dort zweimal im Monat zur „Sippung“ und grüßt mit „Holla-Ho“.
- Erfunden: die Baustellen-Anweisung „Das darf man später nicht mehr sehen“, der Streit um die gestohlene Burgidee, der Untersuchungsausschuss und das Ende der Salsungia aus Frust über die fertige Ruine.
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Bögeholz-Institut weist Zweifel an Existenz seines Forschungsgegenstandes zurück
- Wahr: Otto Bögeholz ist eine von Schlaraffen erfundene Figur. Nach seiner Legende wurde er am 26. November 1805 in Tatenhausen bei Halle (Westfalen) geboren und starb 1895.
- Wahr: Laut Westfalen-Blatt stammt die Figur aus den Reihen der Schlaraffia Ravensbergia in Bielefeld. 1968 wurde am Wasserschloss Tatenhausen eine Bögeholz-Eiche gepflanzt; zum 50-jährigen Jubiläum am 23. Juni 2018 kamen mehr als 100 Schlaraffen.
- Wahr: Die Schlaraffia Cell-Erika (346) in Celle pflegt das „Bögeholz-Erbe“. Es erschienen die Bände „Alles ist Gefühl“ (1985, Neuauflage 2002) und „Gefühl ist alles“ (2005).
- Wahr: Am Hofe der Cell-Erika besteht ein Bögeholz-Institut, das Dokumente zu Leben und Werk sammelt und „authentifiziert“.
- Wahr: In Braunschweig-Watenbüttel gibt es eine Otto-Bögeholz-Straße mit dem Zusatzschild „von den Schlaraffen erfundener Heimatdichter“.
- Erfunden: Otto Bögeholz. Einschließlich seiner Bekanntschaften mit Storm, Keller, Reuter, Busch und Wagner.
- Erfunden: dass FASTWAHR neue Untersuchungen zur Existenz von Bögeholz angestellt hat. Das Ergebnis stand vorher fest.
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Tower Bridge entstand offenbar nach schlaraffischem Kompromiss
- Wahr: Ab 1876 suchte London nach einer neuen Themsequerung östlich der London Bridge, die den Schiffsverkehr nicht behindern durfte. Mehr als 50 Entwürfe wurden eingereicht; 1884 wurde die Klappbrücke von Sir Horace Jones und Sir John Wolfe Barry angenommen, 1885 folgte das Tower Bridge Act.
- Wahr: Baubeginn war am 22. April 1886. Fünf große Baufirmen und im Schnitt 432 Arbeiter täglich verbauten in acht Jahren mehr als 11.000 Tonnen Stahl, verkleidet mit Granit und Portland Stone.
- Wahr: Die Klappen wurden mit dampfgetriebener Hydraulik bewegt. Eröffnet wurde die Brücke am 30. Juni 1894 durch den Prince of Wales; im ersten Jahr wurde sie 6.194-mal geöffnet.
- Wahr: Die hoch gelegenen Fußgängerstege wurden 1910 geschlossen und sind seit 1982 Teil der Ausstellung.
- Wahr: Um 1896 (a. U. 37) gründete die Berolina das Reych Londinium in London. Es schloss nach dem Ersten Weltkrieg seine Burg.
- Erfunden: jede Beteiligung von Schlaraffen an Planung oder Bau der Tower Bridge.
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Wie ein Webfehler Krefeld zur Seidenstadt machte
- Wahr: Krefeld entwickelte sich im 18. Jahrhundert zu einem bedeutenden Zentrum der Seidenproduktion. Die Familie von der Leyen spielte dabei eine herausragende Rolle; allein um 1768 arbeiteten für ihr Unternehmen mehr als 700 Webstühle.
- Wahr: Friedrich der Große besuchte Krefeld mehrfach. Bei seinem Aufenthalt 1763 besichtigte er eine Bandfabrik und versuchte sich laut Überlieferung selbst am Webstuhl. Er kaufte außerdem Krefelder Strümpfe.
- Wahr: Friedrich schützte die wirtschaftlich wichtige Krefelder Textilproduktion. Seine Aussage, Krefeld und seine Manufakturen seien ein „Kleinod“, von dem militärische Werber fernbleiben sollten, ist überliefert.
- Wahr: 1913 wurde in Krefeld die Schlaraffia Crefeldensis (191) gegründet. Sie besteht bis heute.
- Erfunden: dass Schlaraffen den Krefelder Webern einen Uhu in Auftrag gaben.
- Erfunden: dass ein misslungener Uhu die Krefelder Musterkunst begründete.
- Unbelegt: dass Friedrich der Große beim Weben einen Fehler machte und niemand den Mut besaß, ihm das zu sagen. Obwohl gerade dieser Teil ausgesprochen glaubwürdig klingt.
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Warum die Cheops-Pyramide oben so schmal ist: eine antike Sparmaßnahme
- Wahr: Die Pyramidenform entwickelte sich schrittweise – von frühen Mastaba-Gräbern über Djosers Stufenpyramide und die Bauversuche unter Snofru bis zu den großen Pyramiden der 4. Dynastie.
- Wahr: Die Knickpyramide von Dahschur änderte während der Errichtung ihren Neigungswinkel von 55 auf 43 Grad – nach Angaben des ägyptischen Ministeriums wegen Instabilität.
- Wahr: Snofrus Rote Pyramide gilt als erste erfolgreich vollendete echte Pyramide mit glatten Seiten.
- Wahr: Die Cheops-Pyramide war ursprünglich etwa 146,5 Meter hoch und blieb rund 3.800 Jahre das höchste Bauwerk der Welt.
- Wahr: In Alexandria wurde am 18. November 1888 die Schlaraffia Colonie Alexandria (97) gegründet. Sie bestand nur ungefähr ein Jahr; Fotografien und Unterlagen sind erhalten.
- Erfunden: dass Schlaraffen Snofru oder Cheops beim Pyramidenbau beraten haben.
- Erfunden: das „Gesetz der nach oben abnehmenden Baukosten“.
- Erfunden: dass die Colonie Alexandria gegründet wurde, um nach 4.500 Jahren die Pyramiden abzunehmen. Zumindest konnten wir dafür bislang keine Rechnung finden.
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Neuer Fund: Lüneburgs Salz war jahrhundertelang nicht salzig genug
- Wahr: Lüneburg besitzt eine mehr als tausendjährige Salzgeschichte. Bereits die erste urkundliche Erwähnung der Stadt im Jahr 956 hängt mit dem Salzzoll der Saline zusammen. Das Salz machte Lüneburg reich und mächtig. Die Saline wurde 1980 geschlossen.
- Wahr: Die sogenannten Sülfmeister waren Salzsiedeberechtigte und gehörten zur oberen gesellschaftlichen Schicht Lüneburgs.
- Wahr: In Lüneburg besteht heute das Schlaraffenreych Auf der Heide (369). Seine Schlaraffen treffen sich in der Ilmenauburg.
- Erfunden: dass Lüneburger Salz jemals unter mangelndem Salzgeschmack litt.
- Erfunden: die „Commission zur Hebung des Salzgehaltes des Lüneburgischen Salzes“.
- Erfunden: Doppelsalz, Hochsalz und Uhusalz – bedauerlicherweise.
- Unbelegt: dass Schlaraffen das Nachsalzen erfunden hätten. Wir suchen allerdings weiter.
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Brooklynia-Tower: New Yorks höchster Wolkenkratzer wurde aus Kostengründen wieder abgetragen
- Wahr: Nova Yorkia (69) wurde 1884 in New York gegründet und bestand bis 1988. Brooklynia (123) wurde 1894 gegründet und besteht bis heute.
- Wahr: Die New York Public Library besitzt ein originales Schlaraffia-Stammtischregister der Nova Yorkia aus den Jahren 1911–1914.
- Wahr: Historische Schlaraffia-Unterlagen nennen für Brooklynia die „Steubenburg“ in der 6 East 87th Street in Manhattan.
- Nicht wahr: Es gab keinen Brooklynia-Tower, keinen 417 Meter hohen Schlaraffen-Wolkenkratzer und nach allem, was wir wissen, auch keinen vergessenen Aufzug.
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