FASTWAHR meldetQuellenlage: bedenklichZuverlässigkeit: 4 %Beweislage: ein BildSpuren von Tatsachen möglich

Gesamtbestand

Alle Funde

Gründlich unzuverlässig sortiert

Große PersönlichkeitenMühlhausen · 1806–1922

Als er Mühlhausen verließ, nahm er eine Zeichnung mit. Jahrzehnte später erkannte man die Idee in New York wieder.

Johann August Röbling verließ 1831 seine Heimatstadt Mühlhausen und wanderte nach Amerika aus. Dort wurde aus ihm John A. Roebling, einer der bedeutendsten Brückenbauer des 19. Jahrhunderts. Sein berühmtestes Projekt verband schließlich Manhattan mit Brooklyn. Eine bislang unbeachtete Zeichnung aus seiner Jugend legt allerdings nahe, dass die entscheidende Idee erheblich älter gewesen sein könnte.

Neu entdecktKoblenz · 20. und 21. Jahrhundert

Jahrzehntelang lagen diese Werke in Büchern. Jetzt werden sie plötzlich zur Kunst.

Sie wurden gezeichnet, gemalt, geklebt und manchmal mit beträchtlichem Aufwand gestaltet. Trotzdem kamen sie anschließend nicht an die Wand, sondern verschwanden in dicken Büchern. Ausgerechnet deren wenig schmeichelhafter Name könnte erklären, warum sich eine ungewöhnliche Koblenzer Kunstsammlung über Jahrzehnte fast unbemerkt entwickeln konnte.

Neu entdecktBraunschweig · 1859–1912

53 Jahre Vorlauf: Wurde die Okerburg für die Schlaraffen gebaut?

Braunschweig. Jahrzehntelang galt die Geschichte des heutigen Hauses der Schlaraffia als weitgehend geklärt: Im 19. Jahrhundert befand sich dort die berühmte Erzgießerei Howaldt. In den Werkstätten entstanden bedeutende Monumente und sogar die Braunschweiger Quadriga. 1906 endete der Gießereibetrieb. Sechs Jahre später kaufte die Schlaraffia Brunsviga das Gebäude.

FASTWAHR ermitteltEisenach · 1067 (sagenhaft)

Schlaraffen weisen Beteiligung an Gründung der Wartburg zurück

Eisenach. Die Schlaraffia Eisenach hat Spekulationen zurückgewiesen, wonach Schlaraffen an der Gründung der Wartburg beteiligt gewesen sein könnten. Anlass sind auffällige Parallelen zwischen der überlieferten Gründungssage und schlaraffischen Denkweisen. Ein fremder Berg, herbeigeschaffte Erde, zwölf Ritter, gezogene Schwerter und eine juristische Argumentation, deren Erfolg wesentlich davon abhängt, sie nicht allzu gründlich zu hinterfragen: Die Indizien erscheinen auf den ersten Blick belastend.

FASTWAHR ermitteltBad Dürkheim · 1934

Dürkheimer Riesenfass: Folge eines schlaraffischen Rechenfehlers?

Bad Dürkheim. Seit mehr als neunzig Jahren steht am Rand des Dürkheimer Wurstmarktplatzes ein Bauwerk, das sich jeder vernünftigen Dimensionierung entzieht. Das Dürkheimer Riesenfass ist rund 15 Meter lang, misst etwa 13,5 Meter im Durchmesser und besitzt rechnerisch ein Fassungsvermögen von ungefähr 1,7 Millionen Litern. Es gilt als größtes Fass der Welt und als eines der Wahrzeichen der Pfalz.

FASTWAHR ermitteltBad Salzungen · 1888–1923

Acht Jahre lang suchten sie nach ihrer verschwundenen Idee. Dann gaben sie auf.

1896 gründete sich in Salzungen eine Gemeinschaft, die nur acht Jahre später wieder verschwand. Warum sie sich freiwillig auflöste, lässt sich heute kaum noch feststellen. Eine mögliche Spur führt auf den Frankenstein oberhalb der Stadt – und zu einem Gebäude, das bereits dort stand, bevor die Gemeinschaft überhaupt gegründet worden war.

Große PersönlichkeitenCelle · 1805–1895 (nach eigenen Angaben)

Bögeholz-Institut weist Zweifel an Existenz seines Forschungs­gegenstandes zurück

Celle. Neue Untersuchungen stellen 130 Jahre Bögeholz-Forschung infrage. Der Heimatdichter Otto Bögeholz, geboren 1805 in Tatenhausen, gestorben 1895 ebenda, hat nach Erkenntnissen von FASTWAHR möglicherweise nie gelebt. Das Bögeholz-Institut am Hofe der Schlaraffia Cell-Erika sieht darin keinen Grund, die Arbeit einzustellen. Im Gegenteil: Das Lebenswerk wächst weiter.

Neu entdecktKrefeld · 18. Jahrhundert

Wie ein Webfehler Krefeld zur Seidenstadt machte

Krefeld. Samt und Seide machten Krefeld weltberühmt. Doch möglicherweise begann die Erfolgsgeschichte mit einem Fehler. Eine bislang unbeachtete Aufnahme zeigt auffällig gekleidete Herren an historischen Webstühlen. Nach Recherchen von FASTWAHR sollten sie ursprünglich lediglich einen Uhu in einen Stoff weben. Das misslang gründlich. Statt den fehlerhaften Stoff wegzuwerfen, traf einer der Anwesenden jedoch eine Entscheidung mit weitreichenden Folgen: „Wenn wir behaupten, das sei Absicht, ist es Kunst.“ Später setzte sich sogar Friedrich der Große persönlich an einen Krefelder Webstuhl. Dieser Teil der Geschichte ist tatsächlich wahr.